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In drei Jahren Meister? Leipzig-Chefin würde darauf wetten

RB Leipzig möchte langfristig um die deutsche Meisterschaft mitspielen. Aktuell will man wieder in die UEFA Champions League einziehen.

In drei Jahren Meister? Leipzig-Chefin würde darauf wetten Foto: © GETTY

Mit Platz vier in der Deutschen Bundesliga hat RB Leipzig aktuell einen CL-Platz inne. Die Tabelle >>>

Die Qualifikation ist unabdingbar, ansonsten muss der Klub auf Druck des Konzerns Millionen-Abgänge forcieren.

Erste Frau als Bundesliga-CEO

"Aus finanzieller Sicht ist die Champions League essenziell für uns. Wenn wir das nicht erfüllen, haben wir bei der Kaderplanung eine andere Ausgangslage. Denn die Einbußen müssten wir durch Transfers kompensieren. Wir wollen sportlich wieder konstant ein Top-vier-Klub in Deutschland und in Zukunft ein Top-10-Klub in Europa sein. Wir sind maximal ambitioniert", stellt Geschäftsführerin Tatjana Haenni im Interview mit der "Bild" klar.

Die Schweizerin hat den Job seit Jahresbeginn inne. Haenni ist die erste Frau, die als CEO für einen Männer-Bundesliga-Klub arbeitet.

"Das braucht Zeit. Der Fußball war historisch männergeführt, die Rolle der Frau war vor 40, 50 Jahren anders als heute", meint sie zu ihrer alleinigen Rolle als Frau.

Einige Baustellen

Ihr Ziel ist es unter anderem die Einnahmen zu verbessern. "Wir müssen unsere Einnahmesituation verbessern. Wir haben noch nicht alle VIP-Bereiche ausgebucht, es gibt Luft beim Ticketing, Merchandising und auch im Sponsoring", so die Schweizerin.

Auch der Nachwuchs solle eine wichtigere Rolle spielen. "Zum einen, indem wir eigene Talente in unsere Bundesliga-Mannschaft bringen. Zum anderen, indem wir eigene junge Spieler mit Ablöse verkaufen oder finanziell an deren weiteren Transfers mitverdienen", so die 59-Jährige.

Eine Wette mit Hoeneß?

Auch die lokale Verankerung des Klubs stehe auf ihrer Liste. 2019 wagte Dietrich Mateschitz mit Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß eine Wette, dass Leipzig in den nächsten drei Jahren Meister werde.

So eine Wette mit drei Jahren würde auch die Leipziger Chefin eingehen. "Ich wette aber nicht gerne, ich überzeuge lieber mit Taten", meint sie jedoch.

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