BVB schlägt Alarm! War's das für Dortmund?

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Am Tag nach der 1:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen ist bei Borussia Dortmund Wundenlecken angesagt, die Fehlersuche läuft auf Hochtouren. Zum wiederholten Mal in dieser Saison war die Leistung durchwachsen, die Ausbeute nicht zufriedenstellend.

Heißt im Klartext: Durch die bereits sechste Saisonniederlage im 17. Spiel beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München sieben Punkte, der Rekordmeister hat noch dazu ein Spiel weniger und könnte zehn Punkte davonziehen. War's das bereits für den BVB im Titelkampf?

"Es ist ein enttäuschender Abend von uns, weil wir nach dem 1:1 vom Wochenende einen direkten Konkurrenten schlagen wollten. Das haben wir nicht getan. Das ist sehr enttäuschend", ärgerte sich Kapitän Marco Reus nach dem neuerlichen Rückschlag bei "Sky" und schlägt Alarm: "Wir müssen am Freitag gegen einen direkten Konkurrenten (Anm.: auswärts in Gladbach) dreifach punkten, sonst verlieren wir den Anschluss nach oben. Das müssen wir verhindern."

Rückschlag, aber: "Wir können unsere Ziele erreichen"

Auch Trainer Edin Terzic konnte es nicht fassen. Der Nachfolger von Lucien Favre beim BVB konnte das Team seit der Übernahme noch nicht stabilisieren, die Unkonstanz des Herbstes setzte sich fort.

"Mit der Körpersprache waren wir überhaupt nicht einverstanden. Der Kopf ging runter, wir wollten uns nicht wehren und haben akzeptiert, was passiert ist. Das haben wir in der Halbzeit angesprochen und wollten es unbedingt ändern. Dann kassieren wir erneut ein sehr doofes und einfaches Gegentor. Danach ging leider nicht mehr viel", so die ernüchternde Bilanz und die Kritik an der Reaktion auf das erste Gegentor.

Die gesteckten Ziele komplett abschreiben will man bei den Schwarz-Gelben natürlich noch nicht, es bedarf jedoch einer deutlichen Steigerung, um rechtzeitig wieder in Tritt zu kommen.

"Bevor wir daran denken, müssen wir erstmal unsere Leistung stabilisieren. Wir waren nicht zielstrebig genug, wollten den Ball ins Tor tragen statt ins Tor zu schießen. Wir sind aber immer noch in allen drei Wettbewerben drin und können unsere Ziele erreichen. Es werden noch so viele Punkte vergeben", macht sich Terzic gegenüber "Sport1" noch keine Sorgen.

"Das bricht uns oft das Genick"

Größere Sorgen bereitet dem BVB da schon die Unkonstanz, die in dieser Saison schon viele Punkte gekostet hat. Dafür finden aber sowohl der Trainer als auch die Spieler noch keine Erklärung.

Julian Brandt, der zumindest mit seinem Tor gegen Ex-Klub Leverkusen ein kleines Erfolgserlebnis feiern konnte, versteht bei "Sky" nicht, warum man immer wieder einknickt.

"Kein Spieler auf dem Platz macht das mit Absicht. Es zieht sich durch die Saison, dass wir nicht in der Lage sind, unser Niveau 90 Minuten zu halten. Es gibt zu viele Phasen, in denen wir uns mit eigenen Fehlern aus dem Spiel bringen lassen. Das bricht uns oft das Genick."

Besonders bitter: Ausgerechnet in einer Saison, wo Serienmeister Bayern schlagbar ist und Federn lässt, kommt die Konkurrenz nicht in Fahrt. Auch nicht der BVB, der es auch dieses Jahr schwer haben wird, doch noch den FCB vom Thron zu stoßen.

Textquelle: © LAOLA1.at

Deutsche Bundesliga: Leverkusen gewinnt gegen Dortmund

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