Rummenigge: "Trend bei WM war kein guter"

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Keine große Freude hat Bayern-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge mit den aktuellen Trends im Fußball.

"Ich kann mich kaum noch an Spiele erinnern, als Mannschaften gegen uns offensiv angegriffen haben", beklagt der 62-Jährige im FC-Bayern-TV die meist auf die Defensive ausgerichteten Taktiken.

Dies ärgerte Rummenigge auch bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland: "Der Trend bei der WM war kein guter. Die Qualität der Spiele war überschaubar. Es gab kaum Mannschaften, die attraktiven Fußball gespielt haben."



Er ist aber zuversichtlich, dass sich dies in den nächsten Monaten ändern wird: "Ich wünsche mir, dass die Champions League diesen attraktiven Fußball bringt. Die Champions League wird von Jahr zu Jahr von der Qualität her besser. Es gibt kaum noch Mannschaften, die man im Nebengalopp spielen kann. Man muss auch in der Gruppenphase hochkonzentriert spielen, damit man sich qualifiziert."

"Ordentlich Geld in die Kasse gekriegt"

"Nächste Woche spielen wir gegen Lissabon. Da ist es wichtig, dass wir den einen oder anderen Punkt mitnehmen. Und man darf nicht vergessen: Es gibt jetzt für jeden Sieg auch mehr Geld: 2,7 Millionen Euro. Es lohnt sich im wahrsten Sinne des Wortes, vom ersten Tag, mit hoher Motivation und Konzentration zu spielen. Unser Ziel muss sein, dass wir Erster werden. Wenn man konzentriert spielt, dann ist das drin. Mit Larifari wird es schwieriger."

Im Gegensatz zu anderen Groß-Klubs haben die Bayern heuer in der Sommerpause in der Transerphase keine großen Fische an Land gezogen. Für Rummenigge ist das aber vorerst kein Thema: "Wir haben Douglas Costa verkauft, Sebastian Rudy und Juan Bernat abgegeben. Ordentlich Geld in die Kasse gekriegt. Wir haben die finanziellen Mittel, um einen großen Transfer zu machen. Wenn wir die Notwendigkeit sehen, ist das möglich. Das lässt uns alle mit Ruhe und Optimismus in die Zukunft schauen."

Vertrauen in Mannschaft und Trainer

"Wir haben einen Top-Kader. In Stuttgart hatten wir Javi Martinez, Corentin Tolisso und James auf der Bank. Man muss eine andere Philosophie fahren, als es der ein oder andere Kollege bei anderen Topklubs bewerkstelligt. Wir haben eine tolle Mannschaft. Nur kaufen, um die Öffentlichkeit glücklich zu machen, das bringt nichts. Unsere Mannschaft hat unser Vertrauen."

Auch Neo-Coach Niko Kovac genießt die volle Unterstützung des Bayern-Vorstands: "Er kommt aus einer anderen Generation als Carlo Ancelotti oder Jupp Heynckes, die ein gehöriges Stück älter waren als er. Wie er den Job interpretiert, ist sehr gut. Er macht das mit Sympathie. Er hat eine klare, ehrliche Ansprache. Das kommt bei der Mannschaft gut an. Das ist der Beweis, dass wir mit Niko den richtigen Trainer hierhergeholt haben."

Rummenigge macht aber auch klar, dass ein Bayern-Coach am Ende des Tages nur an einem Faktor gemessen wird: Titel! "Wir wollen den Titel zum 7. Mal nach München holen. Das wird kein Selbstläufer. Die Voraussetzung ist gut. Und ich mache keinen Hehl daraus, wir wollen auch in der Champions League Großes erreichen. Vergangenes Jahr haben wir mit viel Pech das Finale verpasst. Das wäre möglich gewesen. Lamentieren bringt nichts. Wir haben eine gute Mannschaft und hohe Ziele."

Textquelle: © LAOLA1.at

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