St.Pauli-Kapitän Irvine wechselt nach Japan
Nach dem Abstieg beteuerte der 33-Jährige, in Hamburg bleiben zu wollen. Nach der WM kam es zur Kehrtwende:
St. Paulis bisheriger Kapitän Jackson Irvine verlässt den Bundesliga-Absteiger.
Der 33-jährige Australier, der mit seinem Land bei der WM 2026 teilnahm, wechselt nach Japan zu Cerezo Osaka. Die Höhe der Ablösesumme ist unbekannt, Irvines Vertrag in Hamburg wäre noch ein Jahr gültig gewesen.
Nach der WM kehrte Irvine nicht ins Teamtraining zurück, er soll sich bereits in den vergangenen Tagen in Japan aufgehalten haben.
Umdenken nach der WM
Irvine kam in der Saison 2021/22 zum Kiezklub, absolvierte mehr als 150 Spiele für St. Pauli und entwickelte sich zum Publikumsliebling. Dieser Status bröckelte, nachdem sich Irvine im Konflikt zwischen Israel und Palästina öffentlich deutlich pro-palästinensisch positionierte.
"Jackson ist nach seiner Rückkehr von der WM mit dem Wunsch auf uns zugekommen, den Wechsel nach Japan zu realisieren", sagte St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann.
Nach dem Abstieg aus der Bundesliga meinte Irvine noch: "Mein Vertrag läuft noch ein Jahr, ich werde bleiben. Hier ist mein Zuhause, der Klub ist etwas ganz Besonderes für mich." Es müssten einige verrückte Dinge passieren, damit er seinen Vertrag nicht verlängere, sagte er damals dem "Kicker".
Im Sommer wechselte St. Pauli den Trainer, statt Alexander Blessin hat nun Marcel Rapp das Sagen.