Aus der Vergangenheit weiß man: Die Duelle zwischen den Veilchen und den Wölfinnen sind immer spannend. Drei Aufeinandertreffen (2x Liga, 1x Cup) entschieden die Violetten in der abgelaufenen Spielzeit für sich, die zwei Duelle in der Meistergruppe endeten Remis.
Gerade das nervenaufreibende Saisonfinale habe man nun "abgeschlossen". "Wir sind bereit, neue Geschichten zu schreiben", lautet die Kampfansage der Titelverteidigerinnen.
St. Pölten als Jägerinnen
Erstmals seit 2012/13 nimmt Serienmeister St. Pölten nach zehn Meisterschaften in Folge wieder die ungewohnte Rolle der Jägerinnen ein.
"Es ist eine ganz andere Ausgangslage als in den letzten Jahren, aber es ändert nichts an unserer Arbeitsweise. Wir wollen trotzdem Spiel für Spiel erfolgreich sein, guten Fußball zeigen, effizient spielen und uns stetig weiterentwickeln", so Kapitänin Jenny Klein im Rahmen der Pressekonferenz zum Saisonauftakt.
Das Ziel für die Saison 2026/27 ist klar: Der Teller soll zurück nach St. Pölten. Am Samstag möchte man daher "gleich gut reinstarten". Das Duell mit der Austria würde sehr viele Erkenntnisse bringen. Aber: "Ein Spiel wird nicht alles entscheiden."
Beide Teams verzeichnen einige Zu- und Abgänge. Während die Austria etwa Nationalspielerin Verena Hanshaw oder Lucia Orkic (Salzburg) anwerben konnte, verstärkten sich die Niederösterreicherinnen mitunter mit Annalena Wucher (HSV) oder Fanny Vago (MTK Budapest).
Sturm und Salzburg in Lauerstellung?
Doch auch die weitere Konkurrenz schläft nicht. Denn neben den Doublesiegerinnen aus Wien sowie den Serienmeisterinnen gibt es auch andere Teams, die richtig unangenehm sein können.
"Man sieht die Transfers von Sturm Graz, man bekommt das mit. Natürlich auch Salzburg, die auch der Austria Punkte weggenommen haben", merkt Klein an.
Sie können sich darauf einstellen, dass wir Kampfgeist und Wille haben. Wir wollen das zu 100 Prozent, jede Einzelne gibt bei jedem Match und jedem Training ihre 100 Prozent, obwohl nebenbei noch Studium oder Arbeit ansteht.
So holten die Steirerinnen beispielsweise Sara Pavlovic (Austria Wien) oder Brigitta Pullins (Grashoppers Zürich). Salzburg verstärkte sich mit Lena Triendl ebenfalls mit einer Spielerin der Veilchen, mit Maria Plattner vom FC Bayern kam ein weiterer bekannter Name.
"Es wird immer enger", so Klein. Auch Schiechtl meint: "Ich glaube, dass wir uns sehr gut verstärkt, aber auch andere Mannschaften sehr gute Transfers getätigt haben. Daher glaube ich, dass es sehr spannend wird."
Premiere im Frauenfußball: Das Wiener Derby
Doch nicht nur dank des brisanten Auftaktspiels verspricht die neue Saison einiges an Spannung.
Mit dem SK Rapid scheint neben der Austria, Sturm und Co. ein weiterer großer Name im Klassement auf. "Ich glaube, dass die Rolle der Aufsteigerinnen schon viel aussagt", meint Kapitänin Sandrina Haupt, weiß aber: "Das erste Jahr in der ersten Bundesliga ist nie einfach."
Was die Konkurrenz erwartet? "Sie können sich darauf einstellen, dass wir Kampfgeist und Wille haben. Wir wollen das zu 100 Prozent, jede Einzelne gibt bei jedem Match und jedem Training ihre 100 Prozent, obwohl nebenbei noch Studium oder Arbeit ansteht", erklärt Haupt.
Der Aufstieg der Grün-Weißen sorgt im österreichischen Frauenfußball für eine Premiere: Erstmals wird es, zumindest zwei Mal in dieser Spielzeit, ein Wiener Derby geben. Das erste Aufeinandertreffen zwischen Violett und Grün steht im Oktober in der Heimstätte der Veilchen an.
Was darf man sich erwarten?
Unterm Strich lässt sich also definitiv festhalten: Es erwartet uns eine spannende Saison in der ADMIRAL Frauen-Bundesliga.
Schon die letzte war an Spannung kaum zu überbieten - vor allem aufgrund der Titelentscheidung in der letzten Minute, aber auch die Meistergruppen-Konstellation stand erst am letzten Spieltag des Grunddurchgangs fest. Wie bei den Männern gibt es in der Frauen-Bundesliga nach dem Grunddurchgang die Teilung in Meister- (Vier Teams) und Qualigruppe (Sechs Teams), die Punkte werden nicht geteilt.
Die Mannschaften haben sich allesamt gut verstärkt, die Vorfreude und Spannung auf die neue Spielzeit waren schon bei der Auftakt-Pressekonferenz im Raum zu spüren.
So bleibt nun nur noch das Warten auf das Wochenende, wenn es endlich wieder heißt: Anpfiff!
Diese Spiele der 1. Runde zeigt LAOLA1 im Stream:
SK Sturm Graz - SCR Altach (Samstag, 14:30 Uhr, zum Stream >>>)
FC Red Bull Salzburg - SpG Südburgenland/TSV Hartberg (Samstag, 14:30 Uhr, zum Stream >>>)
FC Blau-Weiß Linz/Kleinmünchen - LASK (Samstag, 17:00 zum Stream >>>)
First Vienna FC 1894 - SK Rapid (Sonntag, 15:00 Uhr, zum Stream >>>)