"Linksfuß, 19 Jahre, groß – solche gibt es auf dieser Position am Markt nicht so viele"
Zum letzten Mal in einem Pflichtspiel gejubelt hat er im November 2024 gegen die U19 des TSV Meerbusch, damals kickte der Abwehrspieler noch im Nachwuchs von Borussia Dortmund.
Ablösefrei aus Dortmund
Von der zweiten Mannschaft des BVB kam der frühere DFB-U16-Teamspieler im Sommer dann auch an den Verteilerkreis – ablösefrei, der FAK musste nicht einmal Ausbildungsentschädigung zahlen.
Für den Youngster war rasch klar, dass er das machen will: "Die Perspektive, hier meine ersten Schritte im Profibereich zu gehen, war der ausschlaggebende Punkt. Mir wurde ein klarer Plan aufgezeigt."
Auf der Überholspur
Der wurde bisher nicht eingehalten, denn Feddersen ist in seinen ersten Wochen bei den Veilchen auf der Überholspur unterwegs. Eigentlich zunächst für die Young Violets eingeplant, spielte er beide Europacup-Spiele gegen Liepaja durch.
Der Neuzugang ist der Gewinner der Vorbereitung. Auch, weil Philipp Wiesinger verletzt ist und Johannes Handl sowie Aleksandar Dragovic nicht immer ganz fit waren.
Lob von Helm
"Ich habe Glück mit der Personalsituation", weiß er, findet aber auch, "ich habe einen ganz guten Eindruck hinterlassen und die Chance ganz gut genutzt."
Trainer Stephan Helm bescheinigt ihm, die beiden Spiele "mehr als ordentlich gemacht" zu haben. "Er ist sehr verlässlich, ist groß, hat einen guten linken Fuß und traut sich etwas zu. Man kann das aktuell sehr positiv bewerten", sagt der FAK-Coach.
Ein Alleinstellungsmerkmal
Zudem ist der Deutsche der einzige Linksfuß-Innenverteidiger im Kader der Austria.
Ranftl meint: "Das ist ein super Spieler. Linksfuß, 19 Jahre, groß – solche gibt es auf dieser Position am Markt nicht so viele. Wenn er so weitermacht, werden wir noch viel Freude mit ihm haben."
Kein Vergleich mit der alten Heimat
Den Wechsel nach Wien hat der ehemalige Dortmund-Nachwuchskicker also noch nicht bereut. Und dabei hat er von seiner neuen Heimat gar noch nicht viel gesehen.
Was er aber schon sagen kann: "Eine sehr schöne Stadt. Ich habe die letzten Jahre im Ruhrpott gewohnt, das kann man mit Wien nicht vergleichen."
"Noch nie vor so einer Kulisse gespielt"
Und beim Debüt vor den heimischen Fans hat er jedenfalls schon Eindruck hinterlassen. Als er in der 80. Minute an der Mittellinie einen Teamkollegen mit der Ferse bediente, gab es spontanen Szenenapplaus von den Tribünen.
Und nicht zu vergessen eben dieses sehenswerte Tor.
"Dass der in meinem ersten Spiel so reingeht, ist auch ein bisschen Schicksal. Besser hätte es nicht laufen können, ein klasse Gefühl. Ich habe noch nie vor so einer Kulisse gespielt, das war mega. Von Anfang bis Ende perfekt", strahlt das Neo-Veilchen.