Götze und Wagner nicht im DFB-Großbaufgebot für WM

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Der noch rekonvaleszente Bayern-Stammgoalie Manuel Neuer steht im 27-Mann-Aufgebot Deutschlands für die Weltmeisterschaft in Russland und ist damit einer von vier Torhütern.

Nicht mit dabei sind hingegen der Dortmunder Mario Götze, der im WM-Finale 2014 den entscheidenden Treffer erzielte, und Bayern-Stürmer Sandro Wagner.

Statt Wagner setzt Löw an vorderster Front auf Timo Werner (RB Leipzig), Mario Gomez (VfB Stuttgart) und Nils Petersen (SC Freiburg).

"Er ist ein sehr, sehr guter Joker", sagt Löw bei einer Pressekonferenz in Dortmund über den 29-jährigen Petersen. "Mein Gefühl sagt mir, dass er mit der Aufgabe wachsen kann."



Der DFB-Großkader im Detail:

Tor: Bernd Leno (Bayer Leverkusen), Manuel Neuer (FC Bayern), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona),Kevin Trapp (Paris St. Germain)

Abwehr: Jerome Boateng (FC Bayern), Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), Jonas Hector (1. FC Köln), Mats Hummels (FC Bayern), Joshua Kimmich (FC Bayern), Marvin Plattenhardt (Hertha BSC), Antonio Rüdiger (FC Chelsea), Niklas Süle (FC Bayern), Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)

Mittelfeld/Angriff: Julian Brandt (Bayer Leverkusen), Julian Draxler (Paris St. Germain), Mario Gomez (VfB Stuttgart), Leon Goretzka (Schalke 04), Ilkay Gündogan (Manchester City), Sami Khedira (Juventus Turin), Toni Kroos (Real Madrid), Thomas Müller (FC Bayern), Mesut Özil (FC Arsenal), Nils Petersen (SC Freiburg) Marco Reus (Borussia Dortmund), Sebastian Rudy (FC Bayern), Leroy Sané (Manchester City), Timo Werner (RB Leipzig)

Löw begründete Götze-Nein

"In dieser Saison war er wahrlich nicht in der Form", lautete Löws Urteil über Götze. Der WM-Held der Deutschen von Brasilien 2014 steht ebenso wenig im Kader wie Bayerns Stürmer Sandro Wagner. Löw muss den Kader bis 4. Juni noch auf die Turniergröße von 23 Profis reduzieren und dann auch einen Goalie streichen. "Ohne Spielpraxis in ein WM-Turnier zu gehen, ist nicht möglich", sagte Löw über Neuer, der seit Oktober 2016 nicht mehr für Deutschland gespielt hat.

Ungeachtet der Debatte um die Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gehören Mesut Özil und Ilkay Gündogan wie erwartet zum DFB-Team. "Wir haben den Spielern zu verstehen gegeben, dass das keine glückliche Aktion war", sagte Löw. Beide hätten ihm zu verstehen gegeben, dass sie keine politische Botschaft hätten senden wollen. "Es ist eine Lehre für sie", sagte Löw und kündigte ein Gespräch im Trainingslager an.

Petersen überrascht

Die Deutschen starten am 23. Mai in Eppan in Südtirol in die Vorbereitung auf die WM. Für ein Comeback vor der Nominierung des endgültigen Kaders bleiben Neuer noch zwei Chancen. Das DFB-Cupfinale am Samstag in Berlin gegen Eintracht Frankfurt sowie das Länderspiel am 2. Juni in Klagenfurt gegen Österreich. Danach steht am 8. Juni noch ein Länderspiel gegen Saudi Arabien an, aber eben erst vier Tage nach der "Kader-Deadline".

Weiter Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme machen darf sich Petersen machen. "Ich habe damit wirklich nicht gerechnet und bin sehr dankbar", äußerte sich der schon 29-Jährige über seine Nominierung überrascht. Der Freiburger Angreifer steht als Länderspielneuling im Aufgebot für das Turnier vom 14. Juni bis 15. Juli. Unerwartet war auch die Rückkehr von Leverkusens Verteidiger Jonathan Tah in das Aufgebot.

Nach Russland bricht das DFB-Team am 12. Juni von Frankfurt aus auf. Am 17. Juni steht im Moskauer Luschniki-Stadion die erste Partie der Gruppe F gegen Mexiko an. Sechs Tage später kommt es in Sotschi zum Duell mit Schweden, am 27. Juni folgt in Kasan die Partie gegen Südkorea.

Textquelle: © LAOLA1.at

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