Klingende Namen fehlen bei EURO

Klingende Namen fehlen bei EURO Foto: © getty
 

Sergio Ramos war bei Spaniens EURO-Triumphen von 2008 bis 2012 stets ein Fixstern, im Sommer wird der Abwehrrecke jedoch vor dem Fernseher Platz nehmen.

Der in dieser Saison von Verletzungen geplagte 35-Jährige sieht die Auftritte der Iberer bei der EM-Endrunde nur aus der Ferne. Er wünsche der "Roja" nur das Beste, schrieb der 180-fache Internationale. "Ich werde einfach ein Fan sein, der von zu Hause anfeuert."

Ramos, der 2008 und 2012 den EM-Titel holte und sich 2010 zum Weltmeister krönte, ist einer von einigen klingenden Namen, auf welche das pan-europäische Turnier verzichten muss.

"Ibra" gab zuletzt alles für rechtzeitiges Comeback

So musste auch Zlatan Ibrahimovic seine Hoffnungen auf die EM aufgrund einer Blessur begraben. Der erst im Frühjahr nach fünf Jahren Pause in Schwedens Nationalteam zurückgekehrte Star-Angreifer erlitt im Finish der Saison eine Knieverletzung, die ein Antreten im Juni unmöglich machte.

Ibrahimovic ließ nicht locker. "Es ist nicht vorbei, bis ich es sage", twitterte er zu einem Video, das ihn am Ergometer zeigte. Es reichte freilich nicht. Bei der endgültigen Kadernominierung am Dienstag fehlte der Name Ibrahimovic.

Auch zwei ehemalige Salzburg-Stars müssen zuschauen. Dominik Szoboszlai plagt sich seit seinem Transfer zu RB Leipzig zu Jahresbeginn mit einer hartnäckigen Schambein-Verletzung und musste deshalb passen. Dabei war es dem 20-Jährigen zu verdanken, dass Ungarn überhaupt zur EM fährt.

Erling Haaland verpasste die EM auf dem Rasen. Norwegens Torjäger scheiterte im Playoff gegen Serbien nach einer Heimniederlage nach Verlängerung. Der 20-Jährige, der für Norwegen bei sechs Toren in zehn Länderspielen hält, will im Sommer nun "hart arbeiten", wie er auf Twitter schrieb. Haaland wie auch Szoboszlai bleibt als nächstes Ziel die WM 2022 in Katar.

Reus verzichtete freiwillig auf EM

(Artikel wird unter dem Video fortgesetzt.)


Star-Verteidiger bei den Niederlande fehlt

Für Österreich erfreulich, für ihn nicht: Auch Liverpool-Verteidiger Virgil van Dijk wird die Niederlande nicht aufs Spielfeld führen können. Der Kapitän von "Oranje" ist nach einem im Oktober des Vorjahres erlittenen Kreuzbandriss weiter zum Zuschauen verdammt.

Europas Fußballer des Jahres 2019 sah sich mit einem Rennen um die eigene Fitness konfrontiert. Der 29-Jährige erklärte schließlich, seinen Fokus komplett auf die letzte Phase der Reha richten zu wollen. "Ich fühle, dass das die richtige Entscheidung ist", meinte Van Dijk.

Ein Landsmann hatte sich im Spätherbst seiner Karriere beim FC Groningen noch leise Hoffnungen gemacht. Der 37-jährige Arjen Robben hätte gerne ein Comeback für die Niederlande gegeben, für die er zuletzt 2017 eingelaufen war. Bondscoach Frank de Boer war die aufsteigende Form des Altmeisters aber zu wenig. Robben kam in der abgelaufenen Saison aufgrund diverser Blessuren immerhin nur sieben Mal zum Einsatz.

Bei England verzichtet Trainer Gareth Southgate auf Eric Dier. Der Defensivspieler von Tottenham stand bei der WM 2018 für die am Ende viertplatzierten "Three Lions" in fast jeder Partie am Feld. Diers Saison bei den "Spurs" verlief aber alles andere als souverän. Sie sei nicht gut genug für eine Einberufung gewesen, meinte deshalb auch Southgate.

Reus verzichtete

Von sich aus lässt Marco Reus die EM aus. Der verletzungsanfällige Kapitän von Borussia Dortmund hatte bereits den WM-Titel 2014 sowie die EM 2016 verletzungsbedingt versäumt.

Nun führte der 32-Jährige eine "kräftezehrende" Saison als ausschlaggebend für seinen Verzicht an. Reus ist seit Oktober 2019 nicht mehr in der deutschen Nationalmannschaft eingelaufen, hatte aber zuletzt zu alter Stärke zurückgefunden.

Schon vorbei ist die Teamkarriere von Portugals Siegtorschützen im Finale 2016: Stürmer Eder (33) spielt mittlerweile für Lok Moskau. In der Selecao kam er zuletzt Ende 2018 zum Einsatz.


Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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