"Das war ein Gegner mit sehr viel Qualität, das haben wir gewusst - das haben sie uns auch im Ballbesitz spüren lassen", analysiert Heil. "Sie haben uns viel laufen lassen."
Und wenn man mal den Ball hatte, schaute letztlich einfach zu wenig dabei raus. "Natürlich haben die Momente im Ballbesitz gefehlt - da brauchen wir nicht reden", sagt der Sommer-Neuzugang aus Hartberg offen.
Ließ sich Sturm von der Atmosphäre beeindrucken?
Vielleicht haben sich die Grazer zu Beginn des Spiels doch etwas zu viel einschüchtern lassen von der Atmosphäre im Chobani Stadion in Istanbul. Zumindest Sturm-Trainer Ingolitsch zeigte sich vom Ambiente beeindruckt:
"Die Atmosphäre war schon sehr besonders. Ich persönlich habe noch kein Spiel erlebt, wo es so laut war, wo die Kulisse so einen speziellen Charakter gehabt hat. Da braucht jeder Zeit, um sich anzupassen."
Keine weiße Flagge: "Wir leben noch"
Was im Hinblick aufs Rückspiel dennoch positiv stimmt: Die verbesserte zweite Hälfte.
In dieser hat Sturm den Türken einen deutlich besseren Kampf geboten, fand die eine oder andere ordentliche Möglichkeit vor - auch wenn man fairerweise anmerken muss, dass Sturm-Keeper Daniil Khudyakov mit Glanzparaden eine noch höhere Niederlage vereitelte.
"Wir leben noch, wir sind noch da", gibt sich Heil vor dem Rückspiel kommenden Dienstag (ab 20:30 Uhr im LIVE-Ticker) in Graz-Liebenau kämpferisch.
Was sich bei Sturm ändern muss
Was sich im Rückspiel ändern müsse? Ingolitsch wünscht sich eine "mutigere, aggressivere, höher verteidigende" Sturm-Mannschaft, die idealerweise früh mit einem Tor anschreibt.
Dann ist vielleicht sogar das Wunder möglich. "Natürlich kann man auch als Underdog, mit weniger Budget, einen Großen schlagen", so Ingolitsch.
Schwieriges Los für Sturm in einem möglichen Champions-League-Playoff >>>