Marsch trotz Niederlage gegen Atletico stolz

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Es ist eine Niederlage, die weh tun muss. Red Bull Salzburg verliert trotz kurzzeitiger 2:1-Führung mit 2:3 beim spanischen Top-Klub Atletico Madrid (Alle Infos >>>). Zwar zeigt sich "Bullen"-Trainer Jesse Marsch nach der Niederlage geknickt, spricht aber voller Stolz über die Leistung seiner Schützlinge.

"Das Gefühl jetzt ist, dass wir sehr enttäuscht sind. Vom Gefühl her hatten wir die totale Kontrolle, bekommen aber am Ende ein Standard-Tor. Das ist schwierig für uns. Aber ich bin sehr stolz auf unsere Mannschaft. Wir haben gut gespielt", sagt der US-Amerikaner nach dem Spiel in der spanischen Hauptstadt.

"Spielen großartigen Fußball"

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Salzburg steht nach dem Auftakt-Remis gegen Lokomotive Moskau und der Niederlage gegen Atletico mit einem Zähler, punktgleich mit den Russen, am Tabellenende. Die Bayern führen die Gruppe mit sechs Zählern vor Atletico, die bei drei Punkten halten, an.

"Es ist schade, dass wir in diesem Moment im Turnier nach zwei guten Spielen nur einen Punkt haben. Aber wir haben gut gespielt", meint der Salzburg-Coach mit Blick auf die Tabelle.

Von der nächsten Aufgabe am 3. November gegen den amtierenden Champions-League-Sieger will Marsch aber nichts wissen, die unglückliche Niederlage tut weh, obwohl er an seiner Sichtweise auf das Spiel festhält.

"Es ist gerade nicht so einfach, darüber nachzudenken wie stolz wir sind und wie toll es ist, diese Erfahrungen zu machen. Aber so ist die Realität. Es ist immer herausfordernd für uns, wir sind das jüngste Team im Turnier, aber wir spielen großartigen Fußball", so der 46-Jährige leidenschaftlich.

"Wir waren aggressiv, wir waren selbstbewusst, waren gut mit und fantastisch gegen den Ball. Wir hatten zwei tolle Tore und hätten mehr haben können."

Den Schwachpunkt im Spiel der Salzburger hat Marsch auch schon ausgemacht. In der Defensive seien die Salzburger "etwas glücklos" gewesen, meint der US-Amerikaner, ist aber davon überzeugt, dass "wenn wir so weiterspielen können, wir immer noch eine Chance haben, eine richtige Chance."

Tore gegen Defensivbollwerke

Vor allem die Feuerkraft seiner Offensive freut Marsch sichtlich, der nach dem Spiel die hervorzuhebenden Aspekte der laufenden Champions-League-Saison anmerkt.

"Wir haben gegen Lokomotive Moskau gespielt, die ein Gegentor in sechs Spielen zugelassen haben und wir haben zwei Tore gegen sie erzielt und hätten viel mehr haben können. Heute haben wir gegen eine der am besten verteidigenden Mannschaften in Europa gespielt und haben zwei gemacht."

Auch vom verletzungsbedingten Ausscheiden von Goalgetter Patson Daka ließen sich die "Bullen" nicht aus der Ruhe bringen, was Marsch extra hervorstreicht: "Tolle Leistungen von so vielen unserer Spieler, vor allem nachdem Patson früh aus dem Spiel musste. Unsere Jungs haben sich an den Plan gehalten und aggressiv gespielt. Wir sind sehr enttäuscht, aber auch sehr optimistisch."

"Hätten uns Punkt verdient"

Ähnlich sieht Außenverteidiger Rasmus Kristensen die Partie gegen Atletico. "Wir hätten uns sicher einen Punkt verdient. Es ist schade, dass wir in den letzten fünf Minuten ein Tor bekommen haben. Aber wir haben so gut gespielt, die ganze Gruppe hat so gut gekämpft. Es ist nicht einfach, hier zu spielen. Wir haben fast einen Punkt gewonnen, aber es war am Ende nicht genug", so der Däne.

Matchwinner Joao Felix, der zwei Tore erzielen konnte, bekommt vom 23-Jährigen ein Extra-Lob. "Ein Spieler wie Joao Felix braucht drei, vier gute Situationen, dann macht er zwei Tore. Das ist die Champions League, aber wir haben auch Weltklasse-Spieler. Es war Pech, aber ich glaube, wir können sehr stolz sein."

Der angesprochene Portugiese findet nach der Partie warme Worte für die Leistung der Salzburger. "Sie verdienen Anerkennung. Sie haben sehr gut attackiert und sind in der zweiten Halbzeit in Front gelegen. Wir haben vielleicht unsere Konzentration verloren, konnten sie aber wiedererlangen und den Sieg holen.

Lob und Anerkennung bringt den "Bullen" aber keine Punkte ein. Der mögliche Einzug ins Champions-League-Achtelfinale ist in weite Ferne gerückt, am dritten Spieltag kommt mit dem Titelverteidiger, Bayern München, der große Favorit der Gruppe A in die Mozartstadt.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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