Einzelkritik zu Atletico gegen Salzburg

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Der FC Red Bull Salzburg schrammt im zweiten Champions-League-Spiel 2020 knapp an einer Sensation bei Atletico Madrid vorbei (Spielbericht >>>).

Der österreichische Double-Sieger verkauft sich in Madrid zwar sehr teuer, muss am Ende des Tages allerdings eine knappe 2:3-Niederlage hinnehmen.

Die "Bullen" haben somit auch die Chance liegen gelassen, sich im Rennen um einen möglichen Aufstieg gut zu positionieren und sich vorübergehend auf Rang zwei der Gruppe A zu schieben.

LAOLA1 analysiert die Leistung aller Salzburg-Akteure und verteilt Noten (1=Sehr Gut, 2=Gut, 3=Befriedigend, 4=Genügend, 5=Nicht Genügend).

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CICAN STANKOVIC - 90 Minuten - Note 4

Beim 0:1 durch Llorente hatte Stankovic seine Hände im Spiel, der haltbare Schuss flutschte dem ÖFB-Keeper jedoch durch die Hände und ins Tor. Bei einigen anderen Chancen von Atletico durch Felix und Llorente hatte Stankovic Glück, dass die Schüsse allesamt am Tor vorbeigingen bzw. an die Latte klatschten. Bei einem Schuss von Koke in der 73. Minute konnte er sich auszeichnen, bei den anderen Gegetreffern war wenig zu halten für ihn.


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RASMUS KRISTENSEN - 90 Minuten - Note 3

Der Däne rückte anstelle von Albert Vallci in die Startformation der "Bullen" und lieferte eine solide Leistung ab. Defensiv ließ Kristensen über seine rechte Abwehrseite nur selten etwas anbrennen, auch in der Offensive war er immer wieder mit dabei - wenn auch nicht so oft wie Kollege Andreas Ulmer auf der anderen Seite. Wenn er mal vorne war, waren seine Flanken und Hereingaben aber nur selten von Erfolg gekrönt, gleiches gilt auch für seine Abschlussversuche.


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ANDRE RAMALHO - 90 Minuten - Note: 4

Wie seine Kollegen war auch Ramalho in der Anfangsphase etwas wackelig und holte sich gleich mal eine Gelbe Karte nach einem Foul an Luis Suarez ab. Bei Chancen in der ersten Halbzeit durch Felix und Llorente war er genauso wie seine Nebenmänner viel zu schläfrig. Bei Flanken und langen Bällen agierte der Brasilianer meist souverän, bei den beiden Gegentoren in Hälfte zwei war er genauso wie seine Kollegen immer einen Schritt zu spät.


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MAXIMILIAN WÖBER - bis zur 63. Minute - Note 3

Wöber wirkte ebenso wie seine Nebenleute in der Anfangsphase etwas überfordert, nach dem Antritt und der Grätsche gegen Llorente nach einer Viertelstunde fand er allerdings relativ rasch in die Partie. Der 22-Jährige wirkte im Vergleich zu Nebenmann Ramalho etwas stabiler und schaltete sich auch offensiv immer wieder mit ein. Nach einer guten Stunde war sein Arbeitstag verletzungsbedingt bereits zu Ende.


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ANDREAS ULMER - 90 Minuten - Note 2

Der Kapitän der "Bullen" war vor allem in der ersten Halbzeit einer der offensiv auffälligsten Spieler der Salzburger. In der zweiten Halbzeit bereitete er zudem auch die zwischenzeitliche Führung mustergültig vor. Seine gefährlichen Vorstöße brachten zwar immer wieder etwas Leben ins Spiel der Mozartstädter, riss defensiv aber auch Löcher auf. Wenn Atletico gefährlich war, gingen die Angriffe meist über die linke Seite von Ulmer.


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ENOCK MWEPU - 90 Minuten - Note 2

Der Sambier wurde heute wieder am rechten Flügel aufgeboten, wo er eine bärenstarke Partie ablieferte, sich in Zweikämpfen nicht versteckte und auch gleichzeitig in der Offensive immer wieder eine zündende Idee hatte. So auch beim zwischenzeitlichen Führungstreffer für die "Bullen", als Mwepu den genialen langen Pass auf Ulmer schlug, der in weiterer Folge das Tor vorbereiten sollte. Mwepu blieb bis zum Schluss einer der auffälligsten und bissigsten Salzburger.


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ZLATKO JUNUZOVIC - bis zur 63. Minute - Note 4

Nach seiner Glanzleistung im Spiel gegen Lok Moskau erlebte die Leistungskurve des ehemaligen ÖFB-Teamspielers gegen Atletico Madrid einen kleinen Abfall. Junuzovic ackerte zwar viel, wirkte vor allem in der Offensive zumeist aber eher glücklos. Zudem hatte er auch noch in der Defensive etwas Pech am Fuß, als er Marcos Llorente kurz vor dem 0:1 den Ball unglücklich direkt in den Lauf beförderte. In der 63. Minute war für ihn Schluss.


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MOHAMED CAMARA - 90 Minuten - Note 3

Wie gegen Lok Moskau durfte Camara auch gegen Atletico Madrid gemeinsam mit Zlatko Junuzovic das Zentrum der "Bullen" bilden. Der 20-Jährige aus Mali war sehr umtriebig und vor allem in den Zweikämpfen sehr präsent. Offensiv gelang ihm ähnlich wie Zentrum-Kollege Junuzovic recht wenig, vom kämpferischen Standpunkt war die Leistung von Camara allerdings sehr ansehlich.


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DOMINIK SZOBOSZLAI - 90 Minuten - Note: 2

Mit seinem wichtigen Ausgleichstreffer kurz vor der Halbzeit hauchte er seiner Mannschaft wieder Leben und auch Hoffnung auf den Sieg ein. Genau wie seine Kollegen war auch Szoboszlais Leistung davor eher mäßig. Dies machte der Ungar mit einem sehr engagierten Auftritt in der zweiten Halbzeit jedoch wieder wett. Jedesmal wenn Salzburg in der zweiten Halbzeit für Gefahr sorgte, hatte Szoboszlai seine Beine mit im Spiel.


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MERGIM BERISHA - 90 Minuten - Note 2

Etwas überraschend bekam Mergim Berisha anstelle von Sekou Koita den Vorzug in der Startelf der Bullen. Der Deutsche war selbst in einer behäbigen ersten Hälfte einer der auffälligeren Spieler. Beim Ausgleichstreffer von Szoboszlai hatte er als letzter Bulle seine Füße im Spiel und beim Führungstreffer kurz nach Wiederbeginn bewies er zudem auch noch seinen Torriecher. Zu viel mehr anderen Chancen kam Berisha nicht. Im Großen und Ganzen aber ein sehr mannschaftsdienlicher Auftritt des Stürmers.


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PATSON DAKA - bis zur 30. Minute - Note 4

Ein sehr unglücklicher Arbeitstag für Salzburgs Stürmer Nummer eins. Bereits nach etwas weniger als einer halben Stunde verletzte sich Daka nach einer Aktion ohne Gegnereinwirkung. Davor agierte der Angreifer genauso wie seine Kollegen zu diesem frühen Zeitpunkt in der Partie ziemlich harmlos.


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SEKOU KOITA - von der 30. bis zur 84. Minute - Note 3

Nachdem Mergim Berisha noch den Vorzug bekam in Sachen Startelf, startete der Arbeitstag von Sekou Koita nach der Verletzung von Patson Daka dennoch früher als gedacht. Koita war wie immer sehr lauffreudig und konnte vor allem in der zweiten Halbzeit mit einigen Ballgewinnen immer wieder für gefährliche Aktionen sorgen.


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MAJEED ASHIMERU - ab der 63. Minute - Note 3

Ashimeru kam nach etwas mehr als einer Stunde für Zlatko Junuzovic auf den Platz und stand der Performance des ehemaligen ÖFB-Teamspielers zumindest um nichts nach. Der Ghanaer fügte sich schnell in die Mannschaft ein und konnte durch Ballgewinne im Mittelfeld einige interessante Aktionen einleiten.


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JEROME ONGUENE - ab der 63. Minute - Note 4

Für den verletzten Maxmilian Wöber kam nach etwas mehr als einer Stunde Onguene auf das Spielfeld. Atletico fand nach der Hereinnahme von Onguene einige gute Möglichkeiten vor, in denen die Salzburg-Abwehr unsortiert wirkte. Beim späten Gegentreffer durch Joao Felix war er genauso wie seine Nebenleute viel zu passiv.


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NOAH OKAFOR - ab der 84. Minute - zu kurz eingesetzt


Textquelle: © LAOLA1.at

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