Vom starken Otar Kiteishvili bedient, musste der Ex-Mattersburger nur mehr richtig stehen.
Restlos zufrieden war er mit dem Remis zwar nicht, aufgrund des Rückstands sei die Reaktion aber okay gewesen. "Das letzte 'Eutzerl' fehlt noch. Man hat in der zweiten Halbzeit gesehen, wie es aussieht, wenn wir unser Spiel durchbringen. Das wollen wir in Zukunft noch konsequenter machen, dann werden wir zu mehr Torschüssen kommen und mehr Tore schießen", war sich Pink bei "Sky" sicher.
Eine Medaille mit zwei Seiten
Nach brauchbarem Start in die Partie sah Heiko Vogel einen aufstrebenden WAC, den man durch eigene Fehler immer besser ins Spiel gebracht habe. "Das hat mich unfassbar geärgert", so der Sturm-Trainer.
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"Die zweite Halbzeit hat zu großen Teilen uns gehört, wir haben alles versucht und einen wunderschönen Ausgleich gesehen (oben im VIDEO, Anm.). An meine Mannschaft daher überhaupt kein Vorwurf, aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir uns den Punkt völlig verdient."
Ist ein Punkt in Wolfsberg derzeit das höchste der Gefühle? Die Leistung sei ein großer Fortschritt gewesen, und so "kann man es so sehen, dass wir den Erwartungen hintennach sind, aber die Medaille hat immer zwei Seiten. Es war eine sehr akzeptable zweite Halbzeit gegen einen guten Gegner, insofern bin ich heute zufrieden."
Beim WAC sei dank Christian Ilzer "eine tolle Mannschaft gewachsen, daher ist das eine Leistung, auf der wir absolut aufbauen können."
Kreissl: "Leistungsträger reizen Potenzial nicht aus"
Günter Kreissl schätzte die Sachlage ident ein. Besonders ein Punkt war dem Sportdirektor wichtig zu betonen: "Man hat auch in Sachen Physis gesehen, dass wir bis zum Schluss dabei waren, während wir die letzten Male eingegangen sind. Wir konnten uns mal eine Woche vorbereiten."
Zwei Punkte aus zwei Spielen gegen Altach und den WAC, eigentlich nicht der Anspruch Sturms. "Aber man muss den Gesamtkontext sehen. Jeder weiß, was wir für ein Programm gehabt haben. Im Europacup haben wir auch kein Selbstvertrauen gesammelt", erinnerte Kreissl.
Aus solchen Situationen müsse man sich zurückkämpfen. Die notwendigen Lichtblicke habe es nun gegeben. Etwa Otar Kiteishvili, der Sturms Offensive im Lavanttal viel Elan schenkte.
"Heute hat er schon gezeigt, dass er ein Spieler sein kann, der den Unterschied macht, obwohl er noch nicht lange bei uns ist. Das Tor gehört zur Hälfte ihm. Das ist auch positiv, dass wir von der individuellen Qualität so zulegen konnten. Und es gibt immer noch genügend Leistungsträger, die Potenzial haben und das nicht ganz ausreizen", meinte der Sportdirektor.
Eine Erwartungshaltung im Unermesslichen
Die Frage ist, ob das allein reichen wird, um die kritischen Fans zu besänftigen. Vor dem Spiel präzisierte Vogel, der unter der Woche in einem Interview zum Konter ausholte (HIER nachlesen), wie er zu den Protesten steht.