Rapid und Co. drohen weitere Verluste
Zu wohl keiner anderen Veranstaltung strömen in Österreich Woche für Woche so viele Menschen wie zu Spielen der Bundesliga. Den höchsten Zuschauerschnitt hat traditionell Rekordmeister Rapid Wien, im Grunddurchgang 2019/20 lag dieser vor dem Beginn der Covid-19-Pandemie bei über 18.000.
Bei den Grün-Weißen wollten die Verantwortlichen vorerst keinen Kommentar zu den neuen Maßnahmen abgeben. Das aus gutem Grund, denn Rapid bestreitet am Freitagabend (18.30 Uhr) das erste Spiel in der neuen Meisterschaft. Dem gelte die gesamte Aufmerksamkeit, heißt es aus dem Verein. Gegen die Admira sind im Allianz Stadion noch die im Sommer vorab für den Herbst zugelassenen 10.000 Zuschauer erlaubt, diese Kapazität wird wohl auch ausgeschöpft werden.
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Wie schlimm Rapid und andere Vereine die Reduzierung der Höchstgrenze wirtschaftlich treffen wird, kann nur grob abgeschätzt werden. Der Unterschied "von 10.000 auf 5.000 liegt bei uns noch einmal im siebenstelligen Bereich", hatte Rapid-Geschäftsführer Christoph Peschek der APA unter der Woche gesagt.
Allein die grün-weißen Dauerkarten-Besitzer übersteigen die Marke von 3.000 weit. Bis dato wurde für die neue Saison immer mit 10.000 geplant, sämtliche Konzepte sind darauf ausgerichtet. Ähnliche Probleme haben nun Meister Red Bull Salzburg, auch im dortigen Stadion sind aktuell noch 10.000 Besucher erlaubt, Sturm Graz und die Wiener Austria, die in puncto Zuschauerschnitt direkt nach Rapid kommen.
Erhöhung der finanziellen Unterstützung wohl notwendig
Wie lange die neuen Grenzen gelten werden, werde davon abhängen, "wie hier die Maßnahmen greifen", sagt Kogler. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kündigte an, dass man diese "zumindest über den Winter" brauchen werde, und wollte weitere Verschärfungen nicht ausschließen. "Ziel ist, einen Lockdown zu verhindern", so der Regierungschef. "Es geht hier eben auch um den Gesundheitsschutz, und wir wollen ja trotzdem ermöglichen, dass weiterhin Zuschauer, wenn auch auf niedrigerem Niveau, möglich sind", erklärte Kogler.
Hans Niessl, Präsident der Bundessportorganisation Sport Austria, ergriff in einer Aussendung für die Vereine Partei. "Unsere Vereine haben mit vollstem Einsatz gute Konzepte erarbeitet, um Publikum zu ermöglichen und dabei mit dem Virus verantwortungsvoll umzugehen", sagt der frühere SPÖ-Politiker.
Durch die neuen Maßnahmen sei erstens die Verlängerung der Anspruchszeiträume der entsprechenden Hilfsfonds anzudenken. "Außerdem könnte nun auch eine Erhöhung der finanziellen Unterstützung notwendig werden."