Endstand
0:2
0:1 , 0:1
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Selbst Rapids Trainer ratlos: "Das sollten wir nie verlieren"

Hartberg fügte Rapid die "bisher härteste Niederlage" unter Hoff Thorup zu. Das Toreschießen wird wieder zum Problem.

Selbst Rapids Trainer ratlos: "Das sollten wir nie verlieren" Foto: © GEPA

Vier Runden vor Schluss müssen sich auch die größten Optimisten in Hütteldorf langsam von der Idee verabschieden, dass diese wilde Saison in der ADMIRAL Bundesliga irgendwie mit dem Titel enden könnte.

Anstelle des vermeintlichen Pflichtsieges gab es gegen den TSV Hartberg einen Nuller. Das vierte Spiel in Folge ohne einen Sieg. Das geht sich in der Meistergruppe einfach nicht aus, wenn es für ganz vorn reichen soll.

Dabei tat der SK Rapid zumindest eine Halbzeit lang genug, die Sache anders aussehen zu lassen.

Zwei Schüsse, zwei Tore: Mehr brauchten die Steirer für ihr 2:0 nicht. Auf der Gegenseite blieben ein Elfmeter, ein Stangenschuss und eine weitere hundertprozentige Chance liegen.

Hoff Thorups härteste Niederlage

Der Rückstand fuhr aber in Mark und Bein, die sichere Defensivarbeit der Gäste tat ihr Übriges. Rapid will das Toreschießen gerade nicht so recht gelingen, auch wenn am Wochenende noch zwei Treffer gelangen.

Die Spieler waren nach der Partie kurz angebunden, konnten nur immer wieder auf die Chancenverwertung verweisen: "Wir haben verloren, weil wir die Tore nicht machen. Es muss schon 2:0 stehen, bevor sie den ersten Schuss abgeben", zeigte sich Andreas Weimann geknickt - der seinerseits nach 18 Minuten treffen hätte müssen.

Auch Johannes Hoff Thorup schien für seine Verhältnisse diesmal relativ ratlos. "Das ist bis jetzt die härteste Niederlage", gab der Trainer zu.

Bei seinem Debüt, im ÖFB-Cup-Viertelfinale auswärts in Ried, war ihm noch klar, dass ein weiter Entwicklungsweg bevorstehe. Ähnliches galt bei der Chancenlosigkeit im ersten Wiener Derby.

Rapid sollte weiter sein

Doch nun sollte die Mannschaft schon an einem anderen Punkt stehen. Würde sie im Training auch: "Ich glaube schon, dass wir sind, wo wir sein sollten. Aber dennoch verlieren wir so ein Spiel."

Und das, obwohl mehr als genug kreiert worden sei, um zu dominieren. Mit den engeren Räumen in der zweiten Hälfte versandeten die Offensivbemühungen aber zu oft, auch die Hoffnung auf gefährliche Standardsituationen erfüllte sich nicht.

"In einer einzigen Situation ändert sich alles, und das hat seinen Einfluss auf uns. Ein Spiel wie dieses sollten wir nie verlieren", grübelte der Däne kurz nach Ende der Partie noch.

"So einfach ist es. Also wo war das Problem? Die Mentalität? Die Qualität? Die Entscheidungen? Positionen auf dem Platz? Das müssen wir rausfinden."

Druck nicht aus dem Weg gehen

Es gehe nun darum, das Spiel schnell "aus dem System" zu bekommen. In der englischen Woche wartet schon am Sonntag ein weiteres Mal Red Bull Salzburg. Dass die Bilanz gegen die "Bullen" seit seiner Ankunft gut aussieht, stimmte Hoff Thorup schnell eine Spur zuversichtlicher.

Dass langsam ein gewisser Ergebnisdruck entsteht, solle dabei auch keinen negativen Umstand darstellen: "Druck und hohe Erwartungen gibt es immer. Wir sollten ein Team entwickeln, das unter Druck performen kann. Wir sollten ihn nicht vermeiden."

Gut möglich, dass es diesem Druck ein weiteres Mal im Playoff um einen Europacup-Platz standzuhalten gilt. Es ist das realistische verbliebene Ziel.

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