Rotfoul an Harakate? - VAR-Rückblick bewertet die Szene
Beim GAK war die Aufregung nach dem Foul des späteren Vorlagengebers zum WAC-Siegtreffer groß. Der Ruf nach einer Roten Karte wurde laut VAR-Rückblick korrekterweise nicht erhört.
Mit einem späten 1:0-Heimsieg gegen den GAK hat sich der Wolfsberger AC im Kampf um den Klassenerhalt zurückgemeldet.
Für die "Rothosen" war es im doppelten Sinne ein schmerzhafter Nachmittag: Zum einen ist man nach der Niederlage im Lavanttal wieder mittendrin im Abstiegskampf, zum anderen musste Toptorschütze Ramiz Harakate nach einem groben Foul von WAC-Verteidiger Fabian Wohlmuth verletzt ausgewechselt werden.
Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, soll er sich einer ersten Diagnose zufolge eine Schulterprellung sowie eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen haben. Schiedsrichter Alain Sadikovski verzichtete gänzlich auf eine Verwarnung. Die Bewertung dieser Situation sorgte im Lager der Grazer für großen Unmut.
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VAR-Rückblick ordnet Szene als gelbwürdig ein
Im VAR-Rückblick wurde diese Szene nun von offizieller Seite eingeordnet. Da Wohlmuth "ballorientiert" in den Zweikampf geht, zunächst den Ball mit dem Oberkörper spielt und erst danach "mit Intensität mit dem Gegenspieler" zusammenstößt, wäre eine Gelbe Karte für ein "rücksichtsloses Vergehen" ausreichend gewesen. Gemäß des VAR-Protokolls ist in einer derartigen Situation kein Eingriff vorgesehen.
Auch die Szene vor dem vermeintlichen Führungstreffer der SV Ried gegen die WSG Tirol wurde laut dem VAR-Rückblick richtig bewertet. Da Kiedl "zu spät" in den Zweikampf mit Stejskal kommt, in den Torhüter der Hausherren hineinspringt und "mit dem rechten Arm gegen die Brust seines Gegners" stößt, "verliert dieser die Balance und geht zu Boden".
"Den nachfolgenden Torschuss kann der WSG-Torhüter durch das vorliegende Foulvergehen nicht abwehren". Der VAR hat die am Spielfeld getroffene Entscheidung korrekterweise bestätigt, "da sie nachvollziehbar war".