Red Bull Salzburg und die Frage nach dem Selbstvertrauen
Für Salzburg war die "Wiener Woche" ein Sinnbild für diese Saison. Auf den Aufschwung folgt ein Rückschlag, dennoch blicken die "Bullen" wieder nach vorne.
von Vincent Öfner
Mit den beiden 3:1-Siegen gegen die Wiener Austria meldete sich der FC Red Bull Salzburg zurück im Titelrennen und tankte damit auch ordentlich Selbstvertrauen.
Zum Abschluss der "Wiener Woche" setzte es eine bittere 0:1-Niederlage beim SK Rapid (Spielbericht >>>). Dabei gelang es den "Bullen" vor allem nicht, sich die nötigen Torchancen für Zählbares herauszuspielen.
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"Am Selbstvertrauen ändert es nichts"
Bei einem Sieg gegen Rapid wäre Salzburg als Tabellenführer in die letzten drei Spiele gegangen. Durch die Niederlage ist der einstige Liga-Krösus jetzt mittendrin in einem extrem engen Vierkampf um die Meisterschaft.
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Den entscheidenden Gegentreffer durch Ercan Kara kassierte Salzburg erst kurz vor Ende der Partie. Für Salzburgs Verteidiger Tim Drexler überwog deshalb nach der Partie klar die Enttäuschung, dennoch will er nicht zu viel an das Spiel hängen.
"Wenn wir mit sieben Punkten aus dieser englischen Woche gehen, kann sich niemand wirklich beschweren. Mit der Niederlage sieht es natürlich anders aus, aber wir haben noch drei Spiele, die wir alle gewinnen wollen. An unserem Selbstvertrauen ändert die Niederlage nichts", so der Deutsche.
"Gewohnt, mit Rückschlägen umzugehen"
Salzburg-Trainer Daniel Beichler sieht das Ganze etwas anders: "Es wäre top gewesen, wenn wir diese Woche mit sieben bzw. neun Punkten abgeschlossen hätten. Aber ich habe schon nach dem Austria-Spiel gesagt, dass es keinen Grund gibt, in Euphorie zu verfallen. Und jetzt ist es wichtig, wieder aufzustehen, damit wir es gegen Sturm wieder besser machen."
Doch auch für den Salzburg-Coach ist das Spiel in Sachen Selbstvertrauen nicht entscheidend. "Wir werden unser Selbstvertrauen heute nicht gesteigert haben, aber gleichzeitig haben wir auch nach der Niederlage gegen den LASK (2:3) kein Selbstvertrauen getankt und trotzdem im nächsten Spiel gegen die Austria gewonnen."
"Es gehört zur Wahrheit dazu, dass die Spieler es aufgrund der Inkonstanz in dieser Saison gewohnt sind, mit Rückschlägen umzugehen", sagt Beichler.