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Rieds Neo-Coach will "nicht mehr dieser Nobody sein"

Die SV Ried startet in die Vorbereitung. Die Geschicke leitet dabei ein unbeschriebenes Blatt - Mario Despotovic.

Rieds Neo-Coach will "nicht mehr dieser Nobody sein" Foto: © IMAGO / Daniel Scharinger

Mit Mario Despotovic tritt bei der SV Ried ein für viele unbeschriebenes Blatt das Erbe von Maximilian Senft an.

Der Deutsch-Kroate sprach zum Vorbereitungsstart im Resort Geinberg von einer "spannenden Geschichte" und einem "guten Schritt" für ihn.

Bei den Riedern erfolgt ein Umbruch, Stammkräfte der abgelaufenen Saison haben den Klub verlassen.

Despotovic plagt keine Sorge.

Noch keine Profierfahrung als Coach

Es gelte nun, sein neues Team kennenzulernen. "Und die Spieler dann jeden Tag besser zu machen."

Der 41-Jährige unterschrieb im Innviertel bis Sommer 2028. Zuletzt war Despotovic Sportdirektor beim ägyptischen Erstligisten Wadi Degla, davor coachte er erst die U19-, dann die Zweiermannschaft des kroatischen Traditionsclubs Hajduk Split.

Im Profibereich war er noch nicht tätig. "Auch in Ägypten wurde ich nicht gekannt. Aber ich versuche, die Leute mit meiner Arbeit zu überzeugen. Mir ist bewusst, dass ich das machen muss, damit mir die Leute mehr Vertrauen geben und ich nicht mehr dieser Nobody sein werde", sagte Rieds Neo-Coach am Dienstag bei seiner offiziellen Präsentation.

Stammkräfte verließen SVR

Platz sieben belegte die SVR als Aufsteiger in der abgelaufenen Saison, ein Europacup-Ticket wurde erst im Play-off-Finale gegen Rapid verpasst.

Mit Verteidiger Nikki Havenaar (Union Saint-Gilloise), den Stürmern Antonio van Wyk (Mamelodi) und Kingstone Mutandwa (zurück Cagliari) sowie Mittelfeldmann Nicolas Bajlicz (Rapid) haben Stammspieler den Verein um gutes Geld verlassen.

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Von der Admira ist bisher Lukas Malicsek nach Ried gewechselt, bei Jussef Nasrawe wurde die Kaufoption von Bayern München gezogen.

Südafrikaner im Anflug

"Wir haben drei Jahre relativ unverändert zusammengearbeitet, das ist im Profifußball doch unüblich. Wir haben jetzt eine Situation, wo Begehrlichkeiten geweckt wurden. Dass es dann Veränderungen gibt, ist logisch", meinte Rieds sportlicher Leiter Wolfgang Fiala zu den Kaderveränderungen.

Der Klub stehe vor einer Herausforderung. "Aber die wollen wir mit Freude angehen." Mit dem 23-jährigen Jaedin Rhodes soll nach Van Wyk ein anderer Südafrikaner für eine offensive Flügelposition kommen, wie Fiala bestätigte.

Despotovic soll die Spielidee verfeinern. "Wir haben den Trainer ausgewählt, wo wir das Gefühl haben, dass er das Bestehende weiterlebt und gleichzeitig eine Weiterentwicklung stattfindet."

Despotovic: "Alle in eine Richtung"

Despotovic hat bei der Kadergestaltung Vertrauen in die sportliche Leitung. Seine Aufgabe sei es, mit den zur Verfügung stehenden Spielern zu arbeiten.

"Das Wichtigste ist, dass alle, die dabei sind, die anderen mitziehen. Ob das neue oder alte Spieler sind, ist nicht wichtig. Dass alle in eine Richtung gehen, ist das Wichtigste", verdeutlichte er.

Als neue Co-Trainer sind Marcel Thallinger aus der eigenen Akademie sowie Judah Davies von Premier League-Aufsteiger Ipswich Town dabei. Mit Marko Lozancic (zuvor Wadi Degla) kam ein neuer Athletiktrainer.

Das Ziel ist klar

Kapitän Andreas Leitner zeigte sich ebenfalls überzeugt, dass der Kader qualitativ noch verstärkt wird.

"Auch wenn wir hervorragende Spieler verloren haben." Oberstes Ziel sei wie schon im Vorjahr der Verbleib in der Liga.

"Wir wollen den Klassenerhalt so schnell wie möglich fixieren", unterstrich Ried-Präsident Thomas Gahleitner. Er bat den eigenen Anhang um die notwendige Geduld. "Wir haben eine neue sportliche Leitung, neue Spieler und möchten die Spielidee weiterentwickeln. Das wird etwas Zeit brauchen."

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