Rapid gibt noch nicht auf: "Solche Chancen werden wir nutzen"
Chancen nicht genutzt, Standards wieder nicht verteidigt: Jetzt wird es in Hütteldorf ein heißer Tanz um alles.
Immer das Positive sehen!
Das wäre beim SK Rapid nach der vierten Niederlage in Folge: Die Tatsache, dass das 1:2 gegen die SV Ried>>> am Montag noch gedreht werden könnte.
Und die Erinnerung an das 0:3 im ersten Pflichtspiel unter Johannes Hoff Thorup, als es an Ort und Stelle im Viertelfinale des UNIQA ÖFB-Cups eine ordentliche Abreibung gab.
Von diesem Bauchfleck war Rapid im Hinspiel des Europacup-Playoffs in der ADMIRAL Bundesliga entfernt, betonte der Däne bei "Sky": "Das letzte Mal, als wir hier gespielt haben, hatten wir fast gar keine Chancen."
Chancen allein reichen nicht
Die Möglichkeiten hatte Rapid. Aber am Ende lief es eben doch wie so oft in dieser Saison: Ein frühes Gegentor, dann war die Schneid abgekauft. Das Aufrappeln dauerte lang, und als der Ausgleich doch irgendwie erzwungen wurde, gab es gleich im Gegenzug wieder die kalte Dusche.
"Wenn wir wieder solche Chancen kreieren, werden wir sie auch nutzen", versprach der Trainer.
Werden die Hütteldorfer am eigenen Rasen auch müssen, sonst ist das Minimalziel eines Europacup-Platzes tatsächlich verpasst. Und selbst, wenn Tore gelingen sollten: Auf der anderen Seite dürfen sie nicht so leicht eingefangen werden.
Wenn alle Warnungen nicht reichen
Vor der Gefährlichkeit Rieds bei Standards war Rapid mehr als ausreichend gewarnt, und wieder half es nichts. Wieder war es Nikki Havenaar, schon im Cup-Duell mit zwei Treffern ausnahmsweise als Goalgetter unterwegs, der höher stieg als die Rapid-Abwehr.
Und über den zweiten Gegentreffer hing zwar auch das Prädikat "Slapstick", trotzdem ging die Situation von einem ruhenden Ball aus.
Da musste auch Matthias Seidl mit den Zähnen knirschen, nachdem er zeitweise auf der ungewohnten Position rechts außen agieren musste - wegen des Ausfalls von Bendegúz Bolla.
Aus den (vielen) Niederlagen lernen
"Wir haben zwei solche Standards zugelassen, gegen einen Gegner, von dem wir wissen, der ist da gut. Sie haben extrem große Spieler drin, da kann jeder Einwurf, jede Ecke gefährlich werden. So war es dann auch."
Sonst sei es "teilweise in Ordnung" gewesen: "Wir haben einige Chancen kreiert, das ist in den letzten Spielen nicht immer so gelungen."
Werden sie am Montag nicht genutzt, war es ein brotloser Fortschritt. Da schöpfte der Kapitän aus der Tragik der Saison Kraft: "Wir haben dieses Jahr schon einige Niederlagen hinnehmen müssen und ein paar Spiele hintereinander verloren, das kann keine Ausrede für Montag sein."