Hinspiel vergeigt! Rapid verliert erstes Finale um Europa in Ried
Die Hütteldorfer nutzen vor allem in der ersten Hälfte ihre Chancen nicht, Ried dagegen präsentiert sich spielerisch über weite Strecken stark.
Im Final-Hinspiel um das letzte Europacup-Ticket der ADMIRAL Bundesliga setzt sich die SV Ried gegen den SK Rapid im letzten Heimspiel von Ried-Trainer Maximilian Senft mit 2:1 durch.
Die Anfangsphase verläuft turbulent, die ersten Chancen finden die Hütteldorfer vor: Petter Nosa Dahl schießt nur knapp am Tor vorbei, nur drei Minuten später rennt er im Konter allein auf Ried-Tormann Andreas Leitner zu, scheitert aber am Schlussmann.
Nachdem Rapids Jakob Schöller bei einer Möglichkeit von Kingstone Mutandwa stark blockt, hat Rapid die nächste Chance, Nikolaus Wurmbrand schießt zu zentral. Dann findet wiederum Ried eine tolle Gelegenheit vor, ein Schuss von Ante Bajic wird von Rapids Ange Ahoussou an die Latte abgefälscht.
Havenaar mit tollem Kopfball
Das alles passiert noch in der Anfangsviertelstunde, und nach 15 Minuten fällt auch der Treffer: Ried spielt eine Ecke kurz ab, daraufhin flankt Yussef Nasrawe in Richtung Tor, am langen Eck läuft Nikki Havenaar perfekt ein und trifft mit dem Kopf zum 1:0.
Der Treffer zeigt Wirkung bei den Wienern, in den Folgeminuten kontrollieren die Innviertler das Spiel, Rapid mit wenig Zugriff. Einzig bei einer riskanten Klärungsaktion von Michael Sollbauer, der per Kopf knapp übers eigene Tor schießt, herrscht Gefahr im Strafraum der Rieder.
Knapp vor der Pause hat Rapid noch eine gute Chance, Romeo Amane verzieht nach gutem Zuspiel von Dahl knapp. Doch der Ball will in der ersten Hälfte nicht ins Tor der Rieder, dank der besseren Effizienz geht Ried mit der Führung in die Pause.
Ried kontert Rapids Ausgleich sofort
Nach dem Seitenwechsel wirkt Rapid anfangs bemüht, das flaut aber schnell ab. Chancen hat dagegen Ried, Yusuf Maart mit einem Weitschuss, Joris Boguo schießt aus kurzer Distanz drüber.
In der Folge werden Strafraumszenen erstmal deutlich seltener, ehe Amane nach guter Vorarbeit von Dahl ein bisschen aus dem Nichts zum Ausgleich trifft - er schließt volley überlegt ab (75.).
Doch die Rieder finden die perfekte Antwort, nach einem weiten Einwurf kommt Boguo außerhalb des Strafraums zum Kopfball, die Kugel wird noch leicht abgefälscht und kullert an allen vorbei ins Tor (77.).
Danach wirken beide Teams müde, es entstehen keine gefährlichen Szenen mehr. Somit nimmt die SV Ried mit dem 2:1 eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Montag in Hütteldorf mit, entschieden ist aber noch lange nichts.