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LASK bittet Sturm zum Topspiel: "Müssen unter Feuer stehen"

In Linz kommt es zwischen den beiden Topteams der Liga zum Duell um die Tabellenspitze. Für die Austria und Salzburg heißt es: Verlieren verboten.

LASK bittet Sturm zum Topspiel: "Müssen unter Feuer stehen" Foto: © GEPA

Der Zweite empfängt den Ersten: Im Titelkampf der ADMIRAL Bundesliga kommt es am Sonntag in Linz (17 Uhr im LIVE-Ticker >>>) zum ersten Showdown zwischen dem LASK und Sturm Graz.

Mit einem Heimsieg kann das Team von Coach Dietmar Kühbauer dem zwei Zähler vor ihm liegenden Meister die Tabellenführung entreißen.

Der drittplatzierte SK Rapid reist nach Hartberg und könnte sich mit einem Sieg der Spitze nähern. Endspielcharakter hat das Meistergruppenduell zwischen der Austria und Salzburg (14:30 Uhr im LIVE-Ticker >>>).

Linzer stehen "unter Feuer"

Der LASK ist rechtzeitig vor dem Schlager-Doppel gegen Sturm wieder in Schwung gekommen. Nach durchwachsenem Frühjahr gelangen zuletzt Siege gegen die Wiener Austria (4:1) und in Salzburg (3:2). Mit einem weiteren Dreier würden sich die Athletiker fünf Runden vor Schluss ganz nach oben befördern.

Und die Chancen stehen laut Statistik gar nicht schlecht: Der LASK gewann in der zweiten Amtszeit von Kühbauer sechs seiner acht Liga-Heimspiele, der 55-Jährige ist als Coach zudem seit fünf Meisterschaftsduellen mit den Grazern ungeschlagen (drei Siege, zwei Remis).

"Unser Ziel ist natürlich ein Sieg, das Ziel hat aber Sturm auch. Es wird ein Spitzenspiel und ein hartes Stück Arbeit", sagte Kühbauer am Freitag. "Sie haben oftmals die wichtigen Spiele gewonnen. Sie haben dieses Mindset, da müssen wir vorbereitet sein."

Von seinen Spielern erwartet der Burgenländer, dass sie brennen. "Die Jungs müssen unter Feuer stehen, wenn man die Chance hat, Meister zu werden." Linksverteidiger George Bello kehrt nach überstandener Verletzung in den Kader zurück, wird aber laut Kühbauer auf der Bank Platz nehmen.

Sturm der große Gejagte

Sturm fühlt sich mittlerweile in der Rolle des Gejagten wohl, vor zwei Wochen wurde bereits der Angriff von Rapid auf die Tabellenführung mit einem 2:0-Sieg abgewehrt.

Ähnliches hat Fabio Ingolitsch bei seinem 50. Einsatz als Bundesliga-Trainer, dem zehnten für Sturm, mit seiner Mannschaft nun in Linz vor. Dort wolle man die Serie von sieben Spielen ohne Niederlage ausbauen, erklärte Ingolitsch.

"Die Linzer befinden sich - wie auch wir - in sehr guter Form. Dementsprechend müssen wir von der ersten Spielminute an hellwach sein und aggressiv", forderte der Coach.

Hartberg - Rapid: "Schöne Emotionen" bei Kara

Hartberg - Rapid: "Schöne Emotionen" bei Kara
Ercan Kara erzielte im Februar 2020 in Hartberg sein erstes Tor für Rapid.
Foto: ©GEPA

Sollte der Schlager in Linz am Sonntagabend remis oder mit einem LASK-Sieg enden, dann könnte Rapid lachender Dritter werden.

Voraussetzung ist jedoch ein voller Erfolg in Hartberg. "Es ist alles offen", meinte Stürmer Ercan Kara. Der 30-Jährige reist mit besten Erinnerungen an.

Im Februar 2020 erzielte er beim 2:2 in der Profertil Arena sein erstes Tor für Grün-Weiß, zu Beginn der laufenden Saison schoss Kara die Hütteldorfer auswärts zu einem 1:0-Erfolg. "Da kommen schöne Emotionen hoch", meinte Kara.

Ob Kara diesmal von Beginn an stürmt, ließ Trainer Johannes Hoff Thorup offen. Angesichts der bekannten Defensivqualitäten der Steirer wird man jedenfalls gerade diesmal kreative Lösungen brauchen.

"Hartberg ist sehr konsistent. Jeder weiß, was er zu tun hat, sie weichen davon nur selten ab." Ballbesitzspiel allein wird es nicht richten. "Wir müssen Waffen finden, um stärker zu Chancen zu kommen. Wir müssen variabler werden", forderte der Däne vor dem Hartberg-Doppel. Das "Retourmatch" in Wien folgt am Mittwoch kommender Woche.

Leistungskurve geht nach oben

Für die Steirer ist die Meistergruppe soliden Leistungen zum Trotz bisher ein hartes Pflaster. Nur zwei Punkte aus vier Spielen und ein mageres Tor schauten dabei heraus, immerhin trotzte das Schlusslicht zuletzt Sturm ein 0:0 ab und hätte den Platz durchaus auch als Sieger verlassen können.

Nun soll der erste Sieg her, die Austria und Salzburg sind je vier Punkte voran. "Für den Kopf war es wichtig, aus Graz etwas mitzunehmen", betonte Trainer Manfred Schmid.

"Die Form stimmt, die Leistungskurve geht nach oben. Wir sind für das Rapid-Doppel nicht nur bereit, sondern freuen uns richtig darauf."

Austria gegen Salzburg: Verlieren verboten

Austria gegen Salzburg: Verlieren verboten
Das letzte Duell zwischen den beiden Klubs ging im Februar mit 2:0 an die Wiener Austria.
Foto: ©GEPA

In Favoriten könnte sich derweil entweder die Austria oder Salzburg aus dem Titelkampf verabschieden.

Schnabulieren die viertplatzierten "Bullen" die "Veilchen", würde der Rückstand der Elf von Coach Stephan Helm zur Spitze auf mindestens sechs Punkte anwachsen. Gleiches gilt umgekehrt auch für die Salzburger.

"Die nächsten zwei Spiele werden sicher zeigen, in welche Richtung es geht", war Helm bewusst. Die Austria ist in den letzten zwölf Heimspielen gegen Salzburg ohne Sieg geblieben.

Das soll sich ändern, helfen könnte Stürmer Johannes Eggestein (nach seinem Muskelfaserriss). "Ich denke, dass er ein Thema für den Kader sein wird", sagte Helm. Ausfallen dürfte hingegen Philipp Maybach (Adduktorenprobleme).

Trauerflor bei Salzburg

Die Salzburger haben indes eine Wiener Woche vor sich, nach dem Austria-Doppel wartet noch Rapid.

"Für uns gilt es, die Lehren aus dem letzten Spiel gegen den LASK zu ziehen und uns in verschiedenen Bereichen zu verbessern", meinte Trainer Daniel Beichler.

Seine Mannschaft wird am Sonntag mit einem Trauerflor auflaufen und dem verstorbenen Alexander Manninger gedenken. Der einstige Salzburg-Torhüter war am Donnerstag tödlich mit dem Auto verunglückt.

Ein Rückblick auf die Karriere des Alexander Manninger >>>

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