Mit dem Torhüter habe er darüber laut einem Interview des Österreichers aber gar nicht gesprochen. Es folgte eine verlorene Saison, in der Stankovic gar nicht im Kader stand und auch nicht im Trainingslager dabei war.
In der abgelaufenen Spielzeit war er vereinslos, hielt sich offenbar aber mit einem Individualtrainer fit. "Er ist in einem absolut fitten Zustand. Was ihm aktuell noch fehlt, ist die Matchpraxis", meinte GAK-Sportdirektor Tino Wawra bei der Vorstellung des Keepers.
GAK setzt "klar" auf Stankovic
Ist der 33-Jährige also gesetzt bei den Grazern? "Ja, ganz klar. Cican holen wir nicht für die Bank", antwortete Chefcoach Ferdinand Feldhofer am Media Day der ADMIRAL Bundesliga.
Obwohl Stankovic zwei Jahre ohne Spielpraxis auskommen musste, sieht der GAK-Trainer bei der Verpflichtung mittelfristig kein Risiko. "Wir haben ja noch den Jakob Meierhofer (als Nummer zwei, Anm.)." Wobei man schauen müsse, wie schnell Stankovic "wirklich ready" sei.
Ein sehr guter Eindruck
Zudem dürfte sich der Neuzugang von Beginn an gut präsentiert haben: "Cican macht Stand jetzt einen extrem seriösen und professionellen Eindruck."
"Deshalb haben wir jetzt keine Bedenken", betont der 46-Jährige. Dass immer etwas passieren könnte, ist Feldhofer aber auch bewusst: "Da müsste man noch reagieren. Aber das Transferfenster geht ja noch sehr lange."
Weshalb Juri Kirchmayr noch kein Herausforderer ist
Einige GAK-Fans hätten sich gewünscht, dass der talentierte Juri Kirchmayr gerade nach bzw. wegen der Verpflichtung von Stankovic im Verein bleibt.
Bei seiner Leihe zum FAC durfte sich der 20-Jährige erstmals auf Profi-Niveau beweisen. Und dabei überzeugte er. In 28 Spielen kassierte Kirchmayr nur 18 Gegentore, spielte 15 Mal zu Null und wurde deshalb ins LigaZwa Team der Saison von LAOLA1 gewählt.
Ein offener Konkurrenzkampf um das Einser-Leiberl war beim GAK aber offenbar kein Thema. Feldhofer erklärt: "Wichtig war uns, dass wir Juri nicht nur auf der Bank sitzen haben."
"Er soll sich entwickeln", betont der Coach. Darum wurde Kirchmayr erneut in die ADMIRAL 2. Liga, diesmal an Aufsteiger Wacker Innsbruck, ausgeliehen.