Thomas Fink: Der Frühstarter des GAK

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Man kann behaupten, dass sich Thomas Fink beim GAK schnell eingelebt hat.

"Unglaublich, unbeschreiblich! Wenn man bei dieser Derby-Stimmung trifft und dann mit den Fans jubeln kann, ist das ein geiles Gefühl", jubelt der 21-Jährige nach seinem Goldtor beim 1:0-Sieg der Grazer beim SV Lafnitz im Gespräch mit LAOLA1.

Fink ist so etwas wie der Frühstarter der "Rotjacken" in der noch jungen Saison. Nach seinem Doppelpack beim 4:2 bei den Young Violets schlug er bereits zum dritten Mal zu.

Wobei er schon schwierigere Übungen zu bewältigen hatte als seinen Abstauber in Lafnitz, den Gerald Nutz mit Traumpass und Martin Harrer mit seinem Torschuss vorbereitet haben.

"Ich habe auf die Zweite spekuliert und dann war es das leere Tor und nicht mehr so schwer", grinst Fink.

Dennoch: Tor ist Tor - und gerade wenn man neu bei einem Verein ist, schadet es bestimmt nicht, von Anfang an positiv aufzufallen.

<<<FC Liefering vs. GAK, Freitag, 2. Oktober, ab 18:30 Uhr im LIVESTREAM>>>

Das Siegestor von Fink in Lafnitz im Video:

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Von Anfang an ein gutes Gefühl beim GAK

"Das ist sehr wichtig", weiß auch der offensive Mittelfeldspieler, der nach dem Aus des SV Mattersburg Ende August zum GAK übersiedelt ist.

"Ich bin von den Mattersburg Amateuren gekommen. In der Regionalliga Ost habe ich übers Jahr gesehen kein Tor geschossen, was mich natürlich geärgert hat. Hierher zu kommen und nach vier Spielen drei Tore zu haben, hätte ich mir nicht gedacht und auch nicht erwartet. Ich bin unendlich froh, dass ich dem Verein und der Mannschaft auf diese Weise weiterhelfen kann", erklärt Fink.

Hilfreich ist, dass er von Anfang an das Gefühl gehabt habe, dass es beim GAK für ihn passen dürfte.

"Schon in den ersten Trainings habe ich gemerkt, dass es mir sehr gefällt - die Mannschaft, der Verein, das Drumherum, einfach alles. Das hat mir wirklich getaugt. Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl."

Plassnegger: "Sehr intelligenter Fußballer"

Ein gutes Gefühl, das im Verein erwidert wird. So lobt etwa Trainer Gernot Plassnegger seinen Schützling:

"Thomas ist ein sehr intelligenter Fußballer, der weiß, wann er das Spiel schnell machen muss, wann er einen Kontakt nimmt, wann er in ein Dribbling gehen kann. Er hat einen sehr guten linken Fuß, einen guten Abschluss, auch in Lafnitz war er wieder zur Stelle."

Der Start ist also geglückt. Dass es jedoch noch viel zu früh ist, Fink hochzujubeln, liegt auch auf der Hand.

"Wir müssen schauen, dass wir ruhig bleiben", meint auch Plassnegger, "er ist neu bei uns. Wir sind jedoch sehr froh, dass er in unseren Reihen ist."

Warum hat es in Mattersburg nicht geklappt?

Jeder Akteur, der in der vergangenen Saison noch beim SV Mattersburg unter Vertrag stand, weiß, dass Licht und Schatten recht eng beieinander liegen können.

Bei Fink kommt hinzu, dass der Zwischenstopp im Burgenland nicht wie erhofft verlaufen ist. Warum eigentlich?

"Ich habe mit den Verantwortlichen in Mattersburg viele Gespräche geführt. Da habe ich schon rausgehört, dass der Schritt in die Bundesliga möglich ist, aber dass ich vorerst für die Amateur-Mannschaft in der Regionalliga Ost geplant bin. Ich hatte einen Zweijahres-Vertrag - wie das zweite Jahr gelaufen wäre, wenn all das nicht passiert wäre, weiß ich nicht", erklärt Fink und meint weiter:

"Im ersten Jahr ist es für mich persönlich nicht optimal gelaufen. Vielleicht war der Schritt zu früh für mich, ich weiß es nicht. Ich bin froh, dass ich jetzt beim GAK bin, nehme aber viel mit aus der Zeit in Mattersburg."

Ausgebildet bei Sturm Graz

Nach einem Jahr im Burgenland ist der Oststeirer zurück in seinem Heimatbundesland. Vor dem Engagement in Mattersburg spielte er beim SC Weiz schon zwei Jahre in der Regionalliga Mitte.

Davor wurde Fink vier Jahre lang in der Jugend des SK Sturm Graz ausgebildet. Der Akademie-Besuch beim Lokalrivalen wird ihm in der roten Stadthälfte bislang jedoch nicht angelastet:

"Bis jetzt habe ich von den Fans noch nichts gehört, auch im Verein hat bis jetzt noch keiner etwas gesagt. Die Sturm-Akademie hat mich als Fußballer extrem geprägt. Ich glaube, dass ich ohne die Sturm-Akademie nicht da wäre, wo ich bin", steht Fink auch ohne Wenn und Aber zu diesem Abschnitt in seiner Karriere.

Dario Maresic und Romano Schmid waren seine bekanntesten Mitspieler bei den Schwarz-Weißen. Der Abschied sei ein freiwilliger gewesen:

"Funktioniert hat es eigentlich nicht so schlecht, aber ich wollte zur damaligen Zeit selbst den Schritt zu Weiz machen. Wir hatten relativ viele Spieler bei den Amateuren. Ich hätte auch bei Sturm bleiben können, aber ich habe mir gedacht, Weiz ist für mich der optimale Schritt."

Die Bundesliga im Hinterkopf

Das Interesse eines Bundesligisten konnte er bei den Oststeirern wecken. Dass man als GAK-Spieler die höchste Spielklasse im Hinterkopf hat, ist auch keine Überraschung.

Für Fink soll es früher oder später auf alle Fälle in die Bundesliga gehen:

"Ich bin aus der Regionalliga gekommen. Mein Ziel ist, in der 2. Liga Fuß zu fassen und zu versuchen, so viele Minuten wie möglich zu sammeln. Aber natürlich hat man die Bundesliga im Hinterkopf. Wenn die Möglichkeit da sein sollte, werde ich sicher darüber nachdenken. Ob mit oder ohne GAK werden wir sehen, aber natürlich wäre es schön mit dem GAK."

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Textquelle: © LAOLA1.at

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