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Schaiders Saisonfazit: "Unglaublich, einzigartig, Austria-like"

Das erste Jahr in der zweiten Liga ist für Austria Salzburg vollbracht. Der Trainer und Kapitän Meisl ziehen ein Resümee, sprechen über Transfers und die Fans.

Schaiders Saisonfazit: "Unglaublich, einzigartig, Austria-like" Foto: © GEPA

Während Austria Lustenau und der SKN St. Pölten am letzten Spieltag der ADMIRAL 2. Liga noch um den Meistertitel kämpfen, ist die Saison für Austria Salzburg bereits vorbei.

Der Aufsteiger knöpft dem Tabellenführer in der 29. Runde nach einer guten ersten Halbzeit einen Punkt ab und lässt den Sieg erst spät liegen (mehr dazu >>>).

Nachdem die Mozartstädter am letzten Spieltag bei Stripfing zu Gast wären und dieses Duell aus bekannten Gründen nicht stattfindet, darf bereits ein Fazit nach der ersten Saison in LigaZwa gezogen werden.

Laut Trainer Christian Schaider war diese "unglaublich, einzigartig, Austria-like". Er erklärt gegenüber LAOLA1: "Mit uns hat keiner zu Saisonbeginn gerechnet, wir haben eine schwere Phase gehabt am Anfang, aber haben sukzessive immer weitergearbeitet und jetzt stehen wir dort, wo wir sind. Auf Platz neun werden wir in die verdiente Pause gehen. Wir verabschieden uns mit 37 Punkten aus der Premierensaison und darüber sind wir sehr glücklich."

Sieben Runden ungeschlagen machen Lust auf mehr

Auch Kapitän Luca Meisl schließt sich dieser Aussage an. Auch wenn die Enttäuschung über die zweite Halbzeit gegen Lustenau und die "hergeschenkten drei Punkte" noch etwas vorhanden sei, könne man mit der Saison zufrieden sein.

Alles habe von Saisonstart bis jetzt eine gute Entwicklung genommen. Die letzten sieben Spiele war man ungeschlagen, deshalb "können wir fast sagen, es wäre uns noch recht, wenn die Saison noch ein bisschen weitergeht", dennoch freue er sich, in der Pause die Akkus aufladen zu können.

Entwicklung sieht Schaider nicht nur in der Mannschaft: "Wir sind bis zu jeder Länderspielpause stärker geworden und insbesondere im Frühjahr. Wir haben eine sehr gute Vorbereitung gehabt, wo wir vieles jetzt im Frühjahr gut umgesetzt haben. Das spricht für die Mannschaft, für die Qualität, für den Charakter des Teams, aber auch für den gesamten Verein und das Trainerteam", erklärt er.

Letztes Spiel für einige Gesichter der Austria

Für viele Spieler hieß es im letzten Heimspiel auch Abschied nehmen. So wurden unter anderem Marinko Sorda und Manuel Kalman verabschiedet.

Wie es für Meisl weitergeht, ist aktuell noch offen: "Offiziell habe ich noch einen Vertrag bis Ende Mai und ich kann jetzt noch nicht sagen, wie es weitergeht. Wir befinden uns in Gesprächen, aber ich kann aktuell nichts verkünden", erklärt der Salzburger Dauerbrenner.

100% Startelfquote und 99% Spielminuten untermauern seine Wichtigkeit für den Verein. Insgesamt stand er in dieser Saison 2499 Minuten für die Violetten am Feld.

Gerade nach seinem 2024 erlittenen Kreuzbandriss "hat es echt gut getan, wieder so viel am Platz zu stehen, einfach vor so einer Kulisse, egal ob heim oder auswärts und auch mit der Mannschaft gemeinsam, es war echt geil die Saison", betont Meisl.

"Frisches Blut" wird für nächste Saison benötigt

Zwei Wochen dürfen sich die Spieler nun ausruhen, dann gebe es ein Heimprogramm, ehe es am 16. Juni wieder mit der Vorbereitung losgeht. Bis dahin dürfte für Sportdirektor Roland Kirchler aber noch einiges in Bezug auf den Kader zu tun sein.

Der Cheftrainer hat jedoch Vertrauen, dass Austria Salzburg auch nächste Saison wieder über ein gutes Team verfügt: "Ich denke einmal, wir haben einen guten Sportdirektor, der wieder eine schlagkräftige Truppe zusammenstellt für die nächste Saison", sagt Schaider.

Sein Wunsch wäre es: "Dass der Stamm erhalten bleibt, das schaut sehr gut aus, zwei, drei Spieler sind noch ein Fragezeichen und dann brauchen wir auch frisches Blut, junge Spieler mit Tempo, die dann auch unser System und unsere Art von Fußball spielen dann umsetzen können in der neuen Saison."

Wunsch nach größerer Plattform

Die Fans waren zahlreich zur Unterstützung vor Ort, egal ob zuhause oder auswärts. Zuletzt gab es immer wieder viele Diskussionen über das Stadion und eine Möglichkeit, mehr Zuschauern das Live-Erlebnis zu ermöglichen. Das Max Aicher Stadion in Maxglan hat Kapazitäten für 1566 Personen und war 14 Mal in Folge ausverkauft.

Meisl sagt zur Atmosphäre: "Unglaublich, ich habe jedes Mal Gänsehaut, wenn man da rausgehen darf", sieht aber auch einen Wermutstropfen: " Es ist ein bisschen schade, dass es immer in so einem kleinen Rahmen gehalten wird, es wäre einfach irgendwann einmal schön, wenn die Austria die Plattform bekommt, die sich die Fans auch verdient haben und der Verein die ganze Wucht entfalten kann, die er hätte."

Das als Zuseher mitzuerleben in einigen Jahren wäre cool, eventuell auch mit den Maxglanern in der höchsten Liga "oder vielleicht selber noch einmal mit der Austria Bundesliga zu spielen, ich glaube, träumen darf man", resümiert er abschließend.

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