Fan-Proteste in Klagenfurt - scharfe Kritik an Karajica
Unter anderem wurde von den zornigen Anhängern vor der Geschäftsstelle ein "Wanted"-Plakat aufgehängt.
Die Situation bei Austria Klagenfurt wird zunehmend brisanter.
Während der Klub sportlich und wirtschaftlich um Stabilität ringt, schlägt der Unmut im Umfeld nun offen in Protest um.
In der Nacht auf Freitag kam es laut einem "Krone-Bericht" vor der Geschäftsstelle der Kärntner zu einer Aktion, die die angespannte Lage unmissverständlich widerspiegelt.
Unbekannte stellten zahlreiche Kerzen vor dem Gebäude auf, versehen mit einem durchgestrichenen Konterfei von Gesellschafter Zeljko Karajica. Zusätzlich wurde an der Eingangstüre ein "Wanted"-Plakat angebracht – eine Inszenierung, die an frühere Proteste aus dem Fan-Umfeld erinnert, nun aber eine neue Intensität erreicht.
Auf dem Plakat wird Karajica scharf attackiert. Wörtlich ist dort von der "willentlichen Herbeiführung des Vereinstodes des SK Austria durch massive Überschuldung, fehlende Transparenz und die diktatorische Führung des operativen Geschäfts ohne den Aufbau demokratischer Vereinsstrukturen" die Rede.
Als "Belohnung" werden fiktive drei Millionen Euro genannt.
Existenzielle Sorgen in Waidmannsdorf
Dass Austria Klagenfurt sich in einer äußerst prekären finanziellen Lage befindet, ist seit Wochen bekannt. Die Gefahr einer Insolvenz steht im Raum, rechtliche Schritte wurden bereits eingeleitet. Die jüngsten Proteste zeigen, wie sehr die Geduld im violetten Umfeld am Ende ist.
Sportlich könnte die Situation dramatische Folgen haben. Sollte sich die finanzielle Unsicherheit fortsetzen, droht dem Zweitligisten ein massiver Aderlass. Im schlimmsten Fall könnten zahlreiche Spieler den Klub verlassen – Berichten zufolge steht sogar der Verlust eines Großteils des Kaders im Raum.
Fragezeichen vor dem Trainingsstart
Auch der Blick nach vorne bleibt getrübt. Der geplante Trainingsstart steht unter Vorbehalt, da weiterhin unklar ist, in welcher personellen und organisatorischen Konstellation die Austria überhaupt in die Vorbereitung gehen kann.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Klar ist: Der Druck auf die Klubführung wächst – sportlich, wirtschaftlich und nun auch sichtbar von außen.