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Norweger schimpft am Bergisel: "Ich habe diesen Ort so satt!"

Halvor Egner Granerud kritisierte die Tournee-Veranstalter in Innsbruck scharf. Grund war ein Problem mit dem Aufzug.

Norweger schimpft am Bergisel: "Ich habe diesen Ort so satt!" Foto: © GEPA

Der Arbeitstag von Halvor Egner Granerud am Bergisel war nach dem ersten Durchgang vorbei.

Der zweifache Gesamtweltcup-Sieger und Tournee-Triumphator 2022/23 landete nach einem Sprung auf 118 Metern nur an der 31. Stelle. Für das Aus nach dem ersten Durchgang machte der Norweger die Veranstalter in Innsbruck verantwortlich.

Demnach sei er nach dem Probedurchgang auf dem Weg hinauf in den Schanzenturm eine halbe Stunde im Aufzug festgesteckt. Seinen Ärger vergrößerte die Tatsache, dass er noch in seiner Sprungausrüstung war.

Offenbar hatten die Veranstalter eine Tasche mit seinen Straßenschuhen, die er in den Auslaufbereich geschickt hatte, verlegt. Er stänkerte gegenüber dem "NRK": "Es ist lange her, dass sich mein Körper so beschissen angefühlt hat wie jetzt."

Weitere Springer waren betroffen

Die lange Wartezeit im Aufzug hätte ihn "sehr negativ beeinflusst. Hätte ich meine Schuhe gehabt, wäre das eine Sache - aber 35 Minuten lang in Sprungschuhen festzusitzen, weil sie meine Schuhtasche verloren haben, war das Hauptproblem", erklärte Granerud.

Als er endlich oben angelangt war, blieb kaum mehr Zeit, die notwendigen Vorbereitungen vor dem ersten Durchgang zu treffen. Granerud war als 21. Springer an der Reihe. "Wir hatten gerade noch Zeit, uns ein wenig aufzuwärmen und uns fertig zu machen."

Neben ihm erwischte etwa auch Philipp Raimund dasselbe Schicksal. Im Gegensatz zum Norweger ließ sich der Deutsche davon jedoch nicht beirren und erreichte den zwölften Tagesrang.

Sein Teamkollege Isak Andreas Langmo entkam der Aufzugspanne nur knapp, Kristoffer Eriksen Sundal wurde indes wie einige weitere Athleten mit Shuttlebussen in den Startbereich transportiert. Sundal sagte über Granerud: "Er war ziemlich sauer."

Granerud will keine Bewerbe mehr in Innsbruck

Die Veranstalter entschuldigten sich in Form von Tournee-Pressesprecher Ingo Jensen ("Wir können das nur bedauern") zwar förmlich, doch Granerud ließ seinen Frust im Interview mit "Viaplay" freien Lauf.

"Ich hoffe, dass sie nächstes Jahr keine Bewerbe mehr hier veranstalten dürfen. Das geht so nicht, das ist echt beschissen", wetterte der 25-malige Weltcupsieger und wünschte dem Veranstalter "alles Schlechte."

Granerud war stinksauer: "Ich habe diesen ganzen Ort hier so satt. Ich frage mich, ob ich nächstes Jahr, wenn ich nicht um den Tournee-Sieg kämpfe, einfach die Gelegenheit nutze und auf den Bewerb hier verzichte."

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