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Cooler "Bambi": Wie Embacher seine Nerven im Zaum hielt

Mit der erstmaligen Halbzeitführung im Rücken wurde Stephan Embacher am Bergisel Dritter. Die Nervosität hielt sich "in Grenzen", auch mit der Hilfe von Teamkollege Jan Hörl. Beide wollen in Bischofshofen nochmal angreifen.

Cooler "Bambi": Wie Embacher seine Nerven im Zaum hielt Foto: © GEPA

Die Podestserie der ÖSV-Adler geht weiter.

Nach dem zweiten Platz von Daniel Tschofenig in Oberstdorf und Rängen zwei sowie drei von Jan Hörl und Stephan Embacher in Garmisch-Partenkirchen landet Letzterer auch beim dritten Springen der Vierschanzentournee 2025/26 in Innsbruck an der dritten Stelle.

Am Ende musste sich Embacher nur ganz knapp dem Japaner Ren Nikaido sowie Saison-Dominator Domen Prevc geschlagen geben. Ihm fehlten lediglich 0,7 Punkte, umgerechnet 39 Zentimeter. Das Ergebnis >>>

Erste Halbzeitführung für Embacher

Nach dem ersten Durchgang lag der Tiroler sogar noch ex aequo mit Nikaido in Führung. Für den 19-Jährigen war es überhaupt die erste Halbzeitführung seiner Karriere.

Obwohl "Bambi", wie ihn seine Teamkollegen aufgrund seines jungen Alters nennen, zum ersten Mal als Letzter vom Balken ging, blieb er vor seinem Finalsprung cool.

"Die Nervosität hat sich in Grenzen gehalten, natürlich war es ein bisschen mehr als sonst, aber ich wusste, was ich machen soll", sagt Embacher nach dem Bewerb gegenüber LAOLA1.

In der Gesamtwertung der Vierschanzentournee liegt der Brixentaler nur 0,3 Punkte hinter Teamkollege Hörl auf Rang drei. Beim Abschluss in Bischofshofen will er nochmal "den Flow mitnehmen."

Embacher: "Nikaido ist heute besser gesprungen">>>

Hörl über Embacher: "Im Vorfeld war er schon nervös"

Laut Hörl zeigte der Youngster vor dem Finaldurchgang sehr wohl Nerven: "Im Vorfeld hat er schon gesagt, dass er nervös ist. Aber er ist sehr jung, jetzt hat er mal die Erfahrung gemacht, da als Letzter rumzusitzen."

Der Salzburger erinnert sich dann auch an seine erste Halbzeitführung zurück: "Das war schrecklich. Das war damals in Wisla (2021, Anm.). Ich war froh, dass ich Stefan (Kraft, Anm.) hatte, er hat mich damals locker gemacht."

Mit Erfolg, der damals 23-jährige Adler konnte seinen ersten Weltcup-Sieg feiern.

"Jammern auf hohem Niveau"

Am Bergisel schrammt Hörl dieses Mal knapp am Podest vorbei. Der Salzburger landet 5,9 Punkte hinter Embacher auf Rang vier.

"Die Sprünge waren nicht optimal. Ich hatte oben zweimal einen Skifehler und dann muss ich etwas Zug rausnehmen. Aber das ist jammern auf hohem Niveau, mit dem vierten Platz kann ich schon zufrieden sein", zeigt sich Hörl etwas enttäuscht.

"Realist" Hörl will in Bischofshofen "angreifen"

In der Tournee-Gesamtwertung sind die Vorzeichen vor dem Abschlussspringen in Bischofshofen am Sonntag (ab 16:30 Uhr im LIVE-Ticker>>>) schon relativ klar. Hörl liegt als Gesamt-Zweiter bereits über 41 Punkte hinter Leader Prevc.

Ob es beim Tournee-Finale mehr als ein Wunder braucht? "Ja", antwortet Hörl. Es kann zwar "immer alles passieren", aber dennoch sieht er sich als "Realist".

"Ich möchte im Wettkampf einfach nochmal zwei gute Sprünge zeigen und wir werden schauen, dass wir in Bischofshofen nochmal angreifen", ergänzt der Zweite der vergangenen Tournee.

Das Endergebnis des Bergisel-Springens:

Alle Tournee-Sieger der letzten 10 Jahre

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