"Zu aggressiv" - Hörl sieht nach Quali noch Potenzial
Embacher zeigt sich im Gegensatz zu seinem Teamkollegen nach der Qualifikation sehr zufrieden.
von Hannah Weinhäupl
Die Österreicher lassen auch bei der letzten Qualifikation in Bischofshofen nicht locker. Dennoch ist Hörl mit seinem Sprung in der Qualifikation nicht ganz zufrieden, nachdem er zuvor das Training dominiert.
Stefan Embacher (2.), Jan Hörl (3.) und Daniel Tschofenig (4.) reihen sich hinter dem Dominator der Tournee Domen Prevc ein (Das Ergebnis der Qualifikation in Bischofshofen >>>).
Hörl: Qualisprung "war zu scharf"
Hörl, der aktuell Zweitplatzierte in der Gesamtwertung, sieht dennoch Potenzial nach oben. "Ich war zu scharf, das heißt zu aggressiv. Das ist ein bisschen mein Stil, aber das war definitiv zu viel", sagt er.
Im Training war er mit Sprüngen auf 141 und 143,5 Meter zweimal überlegen vor Prevc, dieser zeigt aber in der Qualifikation sein Können. "Er lässt nicht locker, er hat immer seine Sachen beisammen und ist gerade der Beste", gibt der Salzburger zu verstehen.
Angefeuert von rund 30 Freunden, Familie und Fans will der Athlet des Bischofshofner Skiclubs morgen noch einen Angriff nach vorne starten, auch wenn Prevc mit 41,3 Punkten (nahezu 24 Meter) Vorsprung vermutlich nicht mehr einzuholen sein wird.
Embacher mit Qualifikation zufrieden
Knapp hinter ihm liegt nach drei der vier Springen Stefan Embacher. Der Jüngste in der Mannschaft liegt lediglich 0,3 Punkte hinter seinem Teamkollegen auf Rang drei.
Nach der heutigen Qualifikation zeigt er sich zufrieden: "Die Qualifikation war gut, die Sprünge waren alle sehr solide", resümiert der 19-Jährige gegenüber LAOLA1.
Für morgen ist der Plan, "zwei coole Sprünge zu machen", das habe er die ganze Tournee gemacht, das habe sehr gut funktioniert.
Tschofenig sieht noch Luft nach oben
Tschofenig sieht ähnlich wie Teamkollege Hörl noch Potenzial.
Der nach dem Training auf Platz sieben liegende Springer konnte sich in der Qualifikation noch steigern, der Sprung selbst habe sich jedoch noch nicht so optimal angefühlt.
Schuster hat sich in Qualifikation stark gesteigert
Ebenfalls eine gute Generalprobe für morgen zeigt Jonas Schuster (10.). Er ist im Training "nicht so gut hineingestartet", hat sich aber in der Qualifikation gesteigert und ist "sehr zufrieden".
"Ruhig meine Dinge weitermachen und zwei geschlossene Sprünge zeigen, wo ich nicht eingreifen muss", lautet sein morgiger Plan.
Schuster, der Zimmerkollege von Embacher, traut dem Youngster im Tourneefinale, bei dem es ums Podest geht, viel zu: "Ich muss schon sagen, er ist eine sehr coole Socke. Er ist extrem lässig und hat es gut im Griff, was er macht. Er ist ein sehr guter Skispringer und ich glaube, er wird sein Ding durchziehen."
Bei Kraft hat "Ausreißer nach oben noch gefehlt"
Stefan Kraft landet bei der Qualifikation heute auf Rang 13. Der Tag sei solide gewesen, der Ausreißer nach oben habe aber noch gefehlt.
Sein Ziel für morgen ist es, "mehr Ruhe im Wettkampf zu haben und wenn die Wettkampfspannung da ist, ruhig bleiben, meine Dinge machen und dann kann der Ausreißer kommen", meint er.
Manuel Fettner ist als 15. bereit für sein letztes Springen in Bischofshofen. Auch Clemens Aigner kann als 21. überzeugen.
Ortner zieht "durchwachsenes" Fazit
Knapp dahinter (22.) platziert sich Maximilian Ortner, der ein "durchwachsenes" Fazit zieht.
Das Timing und die Anfahrtshocke haben heute noch nicht ganz gepasst, aber auch die Umstellung vom Bergisel auf die Paul-Außerleitner-Schanze sei nicht einfach, diese "ist ganz besonders", sagt er.