ÖSV-Sieg als Seelenbalsam: "Es tut extrem gut"

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Was wurden die ÖSV-Adler in dieser schwierigen Saison nicht schon gescholten. Nach dem Auftaktsieg im Teamspringen in Wisla und dem darauffolgenden Podestplatz von Daniel Huber war alles eitel Wonne.

Doch in den folgenden Wochen sollte es einfach nicht laufen. Beim ersten Weltcup-Springen in Wisla wurde das Team rund um Cheftrainer Andreas Widhölzl beinhart von der Corona-Pandemie getroffen, die kommenden Wochen waren von viel Kampf und Krampf geprägt.

Dazu kam das enttäuschende Abschneiden bei der Skiflug-WM und vor allem bei der Vierschanzentournee. Schon beim Weltcup am vergangenen Wochenende in Titisee-Neustadt war wieder ein leichter Aufwärtstrend erkennbar, nachdem Stefan Kraft, der in Zakopane fehlt, auf den dritten Platz sprang.

Nun folgte aber ein doch etwas überraschender Erfolg im Teamspringen in Zakopane (alle Infos >>>) - Polen scheint den ÖSV-Athleten also durchaus zu liegen.

"Es tut dem gesamten Team extrem gut"

(Text wird unter dem Video fortgesetzt.)

"Wir sind sicher als Außenseiter hineingegangen", erklärte Michael Hayböck. Der erfahrene Oberösterreicher war als Starter (140,5m/134) mit dem weitesten Sprung im ersten Durchgang neben Schlussmann Daniel Huber (135/135) ein Vater des Erfolges.

Doch auch Hörl (121,5/133) und Aschenwald (124/133) fielen im Vergleich mit Siegspringern in ihren Gruppen nicht ab. Trotz allem schien der Sieg über den gesamten Bewerb hinweg außer Reichweite, sprangen die Polen ihren Stiefel doch souverän hinunter.

Doch der dritte Springer Andrzej Stekala stürzte bei 115,5 Metern ab und verspielte den gesamten Vorsprung auf Österreich. Ein Umstand, der Huber merklich überraschte, wie er nach dem Wettkampf gesteht.

"Dann ist es mit mir dahingegangen"

Der ÖSV-Schlussspringer musste erst Dawid Kubacki fragen, ob er nun wirklich als Letzter hinunterspringen müsse. Der Pole bestätigte diese Annahme. "Dann bin ich brutal nervös geworden, dann ist es mit mir dahingegangen", so der Salzburger.

Dies ließ sich der 28-Jährige aber kaum anmerken, konterte den 133-Meter-Sprung von Kubacki mit starken 135 Meter. Dementsprechend glücklich zeigte Huber sich auch nach dem Satz. "Ich bin sehr glücklich, dass wir das so runtergebracht haben. Kompliment ans ganze Team, es hat heute einen richtig geilen Job gemacht."

Und trotz der Misserfolge in diesem Winter scheint die Chemie innerhalb des Teams weiterhin zu stimmen: "Es ist eine Lockerheit und Ruhe da, aber trotzdem auch eine Konzentration und ein Wille. Es ist eine richtig geile Mischung, wir bauen uns gegenseitig auf und pushen uns", betont der Schlussspringer.

Dass die ÖSV-Adler auch oftmals glücklos agierten. brachte sie aber nicht aus der Ruhe: "Wir haben alle immer daran geglaubt, dass das Glück nach den letzten, mühsamen Wettkämpfen wieder zurückkommt."

Cheftrainer Widhölzl ist "überglücklich"

Auch ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl scheint sich nun endlich bestätigt zu fühlen, betonte der Ex-Springer doch immer wieder, dass "demnächst das erste Stockerl das ist."

Der Tiroler sah auch ein "immer mutiger" werdendes Team: "Ich bin überglücklich, dass sie es sehr gut auf den Punkt gebracht haben. Es war nicht einfach von den Verhältnissen her, aber sie sind cool geblieben und gut gesprungen."

Die Bestätigung dafür bekam der 44-Jährige im Wettkampf, der durchaus von wechselhaften Wind-Verhältnissen geprägt war. Die "Wielka Krokiew"-Schanze streute sehr, wie es etwa in der zweiten Gruppe der Weltcup-Führende Halvor Egner Granerud (116,5/131,5) oder in der dritten Karl Geiger (121,5/135,5) zu spüren bekamen.

Der nächste Bewerb kann für die ÖSV-Adler gar nicht früh genug kommen - ein Glück, dass bereits am Sonntag die Einzelkonkurrenz in Zakopane (ab 16:00 Uhr auf ORF 1) ansteht. Dazu steht in der kommenden Woche schon der nächste Teamwettkampf im finnischen Lahti an.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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