"Schade, wenn er den Hut draufhaut"
Man könne Schlierenzauer aber nicht vorwerfen, dass dieser nicht alles gebe. "Vielleicht hat er vom Feeling her nicht den richtigen Hebel gefunden. Es kann sein, dass es daran liegt. Das freie vom Herz heraus Springen ist einfach nicht so vorhanden. Das Projekt ist nicht aufgegangen."
Aufgrund der Leistungen hätte Schlierenzauer kommende Saison keinen Status in der Nationalmannschaft. "Wir müssen abwarten, was er selbst entscheidet", sagt Felder. Man werde sich im Frühjahr zusammensetzen. "Ich würde es schade finden, wenn er den Hut draufhaut. Er hätte schon noch das Potenzial, das sieht man auch bei einem Simon Ammann", glaubt Felder.
Resümee der Saison
"Die Ausgangssituation war schwierig. Wir haben sowohl im Sommer als auch im Winter lange gebraucht, bis wir in Schwung gekommen sind. Es waren immer wieder Springen dabei, bei denen es schlechter gegangen ist", resümiert Felder im ORF-TV-Gespräch. Wichtig sei gewesen, sich bei der Heim-WM nicht zu blamieren. "Das ist uns gut gelungen mit drei Medaillen."
Der Tiroler, dessen beide Co-Trainer Florian Liegl und Florian Schabereiter nach dieser Saison eine andere Aufgabe suchen, wird sich in Ruhe neue Assistenten suchen. Wunschkandidaten hat er keine.
Seine Vision ist es nun, um Kraft ein starkes junges Team aufzubauen. "Damit wir in drei Jahren in Peking wieder ein kompaktes, gutes Team haben", sagt Felder im Hinblick auf die nächsten Winter-Spiele 2022.