Mayer gewinnt Kombination in Wengen

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Überraschung zum Auftakt des Weltcup-Wochenendes in Wengen: Matthias Mayer gewinnt die Kombination am Lauberhorn.

Der Kärntner legt mit einem klaren Sieg in der Abfahrt den Grundstein und erzielt im Slalom mit Startnummer eins die viertschnellste Zeit. Mayer setzt sich hauchdünn mit nur sieben Hundertstel Vorsprung vor Bormio-Sieger Alexis Pinturault durch. Viktor Muffat-Jeandet wird Dritter (+0,67).

Für Mayer ist es der erste Sieg in einer Kombination und der siebente im Weltcup insgesamt. In der laufenden Saison ist es sein zweiter Sieg nach dem Erfolg im Super-G von Lake Louise im November.

Vincent Kriechmayr belegt Rang zehn (+1,87), Daniel Danklmaier wird 22., gefolgt von Stefan Babinsky.

Ergebnis der Kombination in Wengen >>>

Mayer am Podest "verwirrt"

Nach dem Sieg von Marco Schwarz im Vorjahr ist es der zweite ÖSV-Kombi-Sieg in Wengen in Folge. Siegerliste Wengen-Kombi >>>

Sein zuvor bestes Resultat in dieser Disziplin hatte der 29-Jährige ebenfalls in Wengen vor fünf Jahren als Vierter aufgestellt.

"Ich habe es einfach gut erwischt", meinte Mayer in einer ersten Reaktion im ORF-Interview. "Ich hab zum Alexis gesagt, es ist total verwirrend für mich, am Podium zu stehen zwischen zwei Spezialisten."

Den Grundstein zu seinem siebenten Weltcupsieg hatte der Speed-Spezialist in seinem Metier mit der überlegenen Bestzeit und 0,53 Sekunden vor dem zweitplatzierten Schweizer Gilles Roulin gelegt. "Es war natürlich mein Abfahrtsrennen wirklich perfekt. Ich hoffe, dass ich es morgen noch einmal so hinkriege."

Am Nachmittag bewies er mit Startnummer eins im Slalom, dass er auch den kurzen Schwung beherrscht. Mit der viertbesten Slalomzeit wehrte er die angesagten Angriffe der ersten Technik-Spezialisten, wie dem Italiener Riccardo Tonetti oder Muffat-Jeandet, problemlos ab. Pinturault nahm ihm zwar 1,61 Sekunden ab, es reichte aber zum zweiten Sieg in der laufenden Saison nach jenem von Lake Louise im Super-G. Mayer: "Ich habe mich heute wirklich gut gefühlt im Slalom. Ich habe wirklich attackieren können."

Pinturault: "Großer Applaus an Matthias"

Pinturault wollte ein "schönes Spektakel" erlebt haben. Der Weltmeister in dieser Disziplin hatte daran Anteil. "Ich bin einen sehr guten Slalom gefahren, vielleicht in der Abfahrt ein bisschen zu wenig gut. Großer Applaus an Matthias." Pinturault eroberte im Gesamtweltcup die Führung vom nicht am Start gestandenen Norweger Henrik Kristoffersen zurück.

Dem derzeitigen Kombi-Format, das vor der Saison in Richtung der zuvor benachteiligten Speedfahrer geändert worden war, kann er dennoch etwas abgewinnen: "Das Format ist ganz gut. Es können Abfahrts- und Slalomathleten auf das Podium fahren." Mayer hielt fest: "Ich bin jetzt eigentlich der einzige der Abfahrer, der vor der Slalom-Bagage ist."

Die Abfahrt wird von einem schweren Sturz von Adrian Smiseth Sejersted überschattet, der nach dem Hundschopf ins Fangnetz einschlägt. Der Norweger muss mit dem Helikopter abtransportiert werden. Ersten Informationen zufolge sei er benommen gewesen und hat über Schmerzen in der Schulter geklagt.

Textquelle: © LAOLA1.at

Ski Weltcup: Programm in Wengen bleibt unverändert

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