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Nightrace: Eisige Planai sorgt für Gesprächsstoff

Lucas Pinheiro Braathen und Henrik Kristoffersen sprechen nach dem Riesentorlauf in Schladming gar von den eisigsten Bedingungen ihrer Karriere.

Nightrace: Eisige Planai sorgt für Gesprächsstoff Foto: © GEPA

Die Piste beim Nightrace in Schladming sorgte für Diskussionen.

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Die Planai präsentierte sich von oben bis unten pickelhart und absolut eisig. Für das norwegische Trainerteam sind die Bedingungen "auf der extremeren Seite".

Für Halbzeit-Leader Lucas Pinheiro Braathen (BRA), der am Ende Zweiter wird, ist es gar das "eisigste Rennen meiner Karriere." Henrik Kristoffersen erläutert ebenfalls: "Ich glaube, in 14 Jahren im Weltcup habe ich noch nie so einen eisigen Riesentorlauf erlebt."

Die eisige Piste ist dabei speziell den Slalom-Fahrern gelegen gekommen, wie Marco Odermatt nach Lauf eins im ORF-Interview erzählt: "Man sieht, wer vorne ist." Bei diesen Bedingungen seien kurze Schwünge das richtige Rezept gewesen. Bei etwas größerem Torabstand im zweiten Durchgang wird der Schweizer noch Vierter.

Kristoffersen: "Nach Wengen kann ich ja nicht viel sagen"

Kristoffersen hat sich indes mit einem schelmischen Lächeln eine Spitze gegen FIS-Renndirektor Markus Waldner erlaubt: "Was soll ich sagen? Nach Wengen kann ich ja nicht viel sagen", so der Norweger.

Hintergrund ist ein Vorfall in Wengen, wo sich Kristoffersen eine hitzige Diskussion mit der FIS aufgrund der Pistenpräparierung geliefert hatte. Waldner hat danach gegenüber dem 31-Jährigen eine Warnung ausgesprochen.

Kristoffersen hoffte nach dem ersten Durchgang, dass andere Läufer sich zu den Pistenverhältnissen geäußert haben. "Ich hoffe, dass andere was sagen", meinte er. Im Rennen kommt der Norweger übrigens nicht über Rang 18 hinaus.

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Ebenfalls nicht mit den eisigen Bedingungen zurecht gekommen ist Stefan Brennsteiner. Der Salzburger wird nur 15. und hofft für die Olympischen Spielen, wo die Männer-Bewerbe in Bormio ausgetragen werden, dass es nicht so eisig wird wie auf der Planai.

"Ein bisschen hart darf es schon sein - aber da bin ich überfordert", so Brennsteiner. Allerdings räumt der 34-Jährige ein, "dass ich da besser Skifahren muss. Und das habe ich nicht hingebracht."

Schwarz: "Glaube nicht, dass man wegen Piste jammern muss"

Anders sieht die Gefühlswelt bei Sieger Loic Meillard aus: "Das ist, wo ich am besten fahren kann, wo ich mich immer am besten gefühlt habe", sagt der Schweizer nach dem Rennen, bei dem er mit einem grandiosen zweiten Lauf seinen zweiten Sieg auf der Planai einfährt.

Auch Marco Schwarz, der nach Zwischenrang vier noch auf Platz acht zurückfällt, sieht in den glatten Bedingungen kein Problem: "Wenn man die Schwünge clean fährt, dann kann man einen guten Gegendruck aufbauen. Wenn man dann ein bissl schlampig wird, wenn man nicht ganz sauber auf der Kante fährt, wird es rutschig", sagte der Kärntner nach dem ersten Lauf.

Den Rückfall im Klassement will der 30-Jährige nicht mit dem Pistenzustand begründen: "Natürlich war es sehr knackig, aber das ist ein Outdoor-Sport. Da kann so etwas auch einmal passieren. Ich glaube nicht, dass man jetzt wegen jeder Piste jammern muss."

Auch im morgigen Slalom (ab 17:45 Uhr im LIVE-Ticker >>>) werden auf die Läufer ähnliche Bedingungen warten.

Das Endergebnis des RTL in Schladming:

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