Truppe im Slalom in Kranjska Gora am Podest

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Katharina Truppe darf über ihren zweiten Podestplatz in dieser Saison jubeln: Die Kärntnerin belegt im Slalom in Kranjska Gora Platz drei.

Truppe profitiert dabei auch vom Ausfall der Halbzeit-Führenden Anna Swenn-Larsson, die auf dem Weg zum Sieg wenige Tore vor dem Ziel ausscheidet. Der Sieg geht an die Slowakin Petra Vlhova, die sich 0,24 Sekunden vor Wendy Holdener aus der Schweiz durchsetzt und in Abwesenheit von Mikaela Shiffrin (USA) die Führung im Slalom-Weltcup übernimmt.

Katharina Liensberger und Chiara Mair auf den Plätzen fünf und sechs runden ein starkes ÖSV-Ergebnis ab. Für Mair ist es ihr bestes Weltcup-Ergebnis.

Katharina Huber landet auf Rang 16, Michaela Dygruber auf 26.

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Truppe: "Nur noch gewaltig"

"Es ist nur noch gewaltig", meinte die 24-jährige Truppe, die im Vorfeld von einer Art Heimrennen hinter der slowenischen Grenze sprach.

"Ich habe wirklich probiert, am Limit zu fahren. Ich habe mir vorgenommen, den letzten Hang durchzuziehen, da mir das die letzten Tage nicht gelungen ist", sagte sie im Interview des ORF-Fernsehens. "Mir fehlen ein bisschen die Wörter."

Swenn-Larsson stürzt am Weg zur Premiere

Vlhova schnappte sich als Halbzeit-Vierte mit einem furiosen zweiten Lauf noch den Sieg. Die Slowakin hatte allerdings auch Glück, da die Führende Anna Swenn Larsson nach guten Zwischenzeiten im Zielhang ins Straucheln kam und letztlich "abflog".

Für die Schwedin hätte es der erste Weltcup-Sieg sein können. Auch Truppe kam nur durch Swenn Larssons Out zu ihrem dritten Platz.

ÖSV überzeugt mannschaftlich

Die ÖSV-Damen schafften ein gutes Team-Ergebnis. Neben Truppe und Liensberger fuhr mit Chiara Mair eine dritte Österreicherin in die Top Ten. Die Tirolerin brachte mit Platz sechs ihr bestes Weltcup-Resultat in trockene Tücher. Katharina Huber wurde 16., Michaela Dygruber machte als 26. ebenfalls Punkte. Katharina Gallhuber, Franziska Gritsch und die junge Vorarlbergerin Magdalena Egger schieden aus.

Große Abwesende in Kranjska Gora, das die Technikrennen von Maribor übernahm, war abermals Mikaela Shiffrin. Die US-Amerikanerin legt nach dem Tod ihres Vaters eine Weltcup-Pause ein. Wann sie in dieser Saison wieder einsteigt, ist nicht bekannt. Am Sonntag büßte sie von ihrem Vorsprung auf ihre erste Gesamtweltcup-Verfolgerin Federica Brignone aber nichts ein, da die Italienerin im Finale einfädelte.

Stimmen:

Katharina Truppe: "Eigentlich war das Hakerl unter den Podestplatz schon gemacht - weil die Anna wirklich stark gefahren ist und schon weit herunten war. Ich habe einen kurzen Moment nicht hingeschaut und auf einmal hat mir die Kathi gratuliert und ist mir um den Hals gefallen. Ich habe probiert, am Limit zu fahren. Ich wollte den letzten Hang durchziehen, was mir bisher noch nicht gelungen ist. Dass es so aufgeht ist einfach nur geil. Ich weiß es gar nicht so recht, warum es im Slalom so gut geht und im Riesentorlauf nicht. Aber ich habe die Ski einfach laufen gelassen. Im 2. Lauf war es schwerer, weil es spurig war. Aber wir können sagen, der Lauf hat etwas gebracht."

Katharina Liensberger: "Ich denke, es waren Schwünge dabei, auf denen ich aufbauen kann. Es ist das Ziel, dass ich in beiden Läufen das zeige, was ich kann. Im 2. Lauf waren mehr Spuren, man musste mehr Platz lassen und die Ski auf Zug halten."

Chiara Mair: "Ich bin sehr happy! Der 8. Platz in Flachau hat schon Selbstvertrauen gegeben - aber es ist doch auch schon wieder ein Monat her. Dass unser Trainer gesetzt hat, habe ich gar nicht gewusst - aber scheinbar hat es geholfen."

Wendy Holdener: "Die ersten zwei Zwischenzeiten, da war ich beide Male voll dabei - habe mich wohlgefühlt. Den Steilhang mochte ich heute nicht so. Anna ist so gut gefahren - man musste sich eigentlich damit abfinden, dass sie uns heute deklassiert. Und dann dieser Sturz - es geht so schnell im Skisport."

Textquelle: © LAOLA1.at

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