Schmidhofer: "Es war eine Megasaison"

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Nicole Schmidhofer bekommt das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.

Die Steirerin sicherte sich am Mittwoch bei der letzten Saison-Abfahrt in Soldeu die kleine Kristallkugel und führte einen ÖSV-Dreifacherfolg in der Disziplinen-Wertung vor Stephanie Venier und Ramona Siebenhofer an.

"Ein bisschen Erleichterung, dass jetzt der Tag da ist. Denn wenn man in Führung liegt, will man ja, dass die Saison vorbei ist. Dann stehst du da zu dritt draußen und kannst zu dritt die Hymne singen. Für jede war es eine Megasaison", sagt Schmidhofer.

Die 29-Jährige streicht in der Stunde des Erfolgs die Wichtigkeit des guten Teamspirits bei dem ÖSV-Damen hervor. "Das Gemeinsame hat sich wieder sehr stark bestätigt. Das war was ganz Besonderes."

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Schmidi und Götschl: "Etwas ganz Besonderes"

Mit dem Gewinn der Abfahrts-Kugel hat Schmidhofer einige ÖSV-Durststrecken beendet. Unter anderen sorgt sie dafür, dass der Abfahrts-Weltcup erstmals seit 2007 wieder nach Österreich geht. Vor zwölf Jahren gewann Renate Götschl ihre fünfte Abfahrtskugel.

"Mit Renate Götschl in einem Satz genannt zu werden, ist etwas ganz Besonderes. 2007, als Renate gewonnen hat, habe ich sie getroffen und gefragt: Darf ich die Kugel mal angreifen. Und jetzt darf ich mir eine aufs Nachtkastl zu stellen", strahlt Schmidhofer.

Freude wird getrübt

Getrübt wird die Freude über Kristall und den Sieg von Mirjam Puchner im ÖSV-Lager vom Sturz von Cornelia Hütter, die sich wohl neuerlich am Knie verletzt hat (Alle Infos).

"Das ist fast so wie bei der WM, wo sich die Miri wehgetan hat (Mirjam Puchner/2017). Das trübt das Ganze. Das merkst du einfach in der Mannschaft. Es fehlt halt wer im Ziel. Es fällt auch auf, dass die Christl nicht da ist (Christine Scheyer/verletzt). Es hat Conny heuer so oft erwischt, jetzt noch einmal. Jetzt bin ich froh, dass ich gestern gebremst habe. Es hat mich gestern zuerst angezipft, dass ich es mir nicht zugetraut habe. Aber jetzt denke ich mir, wäre es das wert gewesen, dass du vielleicht blöd springst oder einen Fehler machst, der so enden könnte?", sagt Schmidhofer.

"Dann gehts nach Ägypten"

Nach ihrem WM-Titel im Super-G 2017 gab die Steirerin zu, mit der hohen öffentlichen Aufmerksamkeit überfordert gewesen zu sein. Dass soll sich nach dem jüngsten Erfolg nicht wiederholen.

"Ich gehe davon aus, dass ich davon gelernt habe. Aber das ist jetzt ganz schwer zu sagen. Ich fahre jetzt noch die Österreichischen Meisterschaften und dann geht es zum Tauchen nach Ägypten", freut sich Schmidhofer nach einer langen und erfolgreichen Saison auf den Urlaub.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

Cornelia Hütter bei Weltcup-Finale neuerlich verletzt

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