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Julia Scheib und Mikaela Shiffrin in Tschechien auf Kugelmission

Beide Top-Athletinnen könnten sich vorzeitig die kleine Kristallkugel im Riesentorlauf respektive Slalom sichern. Für andere Fahrerinnen geht es um die letzten Olympia-Tickets.

Julia Scheib und Mikaela Shiffrin in Tschechien auf Kugelmission Foto: © GEPA

Mit 139 Zählern Vorsprung auf die Schweizerin Camille Rast kann sich die Steirerin Julia Scheib am Samstag in Spindleruv Mlyn (1. Durchgang ab 10 Uhr im LIVE-Ticker>>>) zur Riesentorlauf-Weltcupsiegerin 2025/26 krönen.

Dasselbe gilt am Sonntag für Mikaela Shiffrin im Slalom, die US-Amerikanerin liegt 268 vor Rast. Die Frauen haben nach Olympia noch je ein Rennen in jeder Disziplin in Aare und Lillehammer. Um zu den Winterspielen zu kommen, müssen einige Österreicherinnen noch aufzeigen.

"Es kann noch viel passieren"

Scheib holte am Kronplatz ihren vierten Saisonsieg. Gewinnt sie auch in Tschechien und kommt Rast nicht in die Top sechs, wird Scheib erste RTL-Gewinnerin für den ÖSV seit Eva-Maria Brem 2016.

Die Schwedin Sara Hector, die Neuseeländerin Alice Robinson und Shiffrin haben eine noch theoretische Kugelchance. "In drei Rennen kann noch sehr viel passieren. Ich bin sehr stabil am Ski, das spricht für mich", war Scheib vorsichtig hinsichtlich des greifbaren Kristalls geblieben. In Spindleruv Mlyn war die 27-Jährige bisher nur 2019 am Start und nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert.

Es war zugleich das bisher letzte Rennen dort. Es siegte Lokalmatadorin Petra Vlhova, die nach ihrem Kreuzbandriss noch um ihre Olympia-Teilnahme kämpft.

Mit Topergebnis zu Olympia

Der ÖSV schickt im Riesentorlauf Nina Astner, Stephanie Brunner, Franziska Gritsch und Ricarda Haaser in die Olympia-Ticket-Ausscheidung. Laut Papierform nach Saisonergebnissen betrachtet haben Brunner (11., 17., 20.) und Astner (12., 16., 18.) die besten Chancen, Gritsch (18., 18.) und Haaser (20.) waren weniger oft in den Top 20.

Ein Top-10-Ergebnis fehlt allen noch. Ein Thema ist freilich noch Lisa Hörhager (einmal 22.), die als einzige Technikerin beide Disziplinen fährt, sich derzeit wegen ihrer Sprunggelenksverletzung aber auf den Slalom konzentriert.

Dort könnte sie am Sonntag noch das Ticket für Cortina d'Ampezzo lösen (war u.a. 12. und 14. in diesem Winter) und damit auch im Riesentorlauf einen Startplatz einnehmen, wenn sich keine Teamkollegin massiv mit Leistung aufdrängt.

Im Slalom gilt neben der Flachau-Dritten Katharina Truppe seit dem Salzburgrennen mit Platz zehn Katharina Huber (weiters 12., 13. und 2 x 16.) als fix. Weiters versuchen sich Natalie Falch (11., 17.) und Katharina Gallhuber (11., 2 x 13.). Gritsch ist ebenso in Spindleruv Mlyn mit dabei, sie hat aber als 17. in Gurgl nur ein Saisonergebnis stehen.

Mögliches ÖSV-Aufgebot

Österreichs Technikteam für Olympia könnte Scheib, Truppe, Astner, Brunner, Huber sowie zwei aus dem Quartett Haaser, Hörhager, Falch und Gallhuber lauten.

Scheib und Haaser sind ja auch eine Option für den Super-G. Im Speedbereich sieht es nach Cornelia Hütter, Nina Ortlieb, Mirjam Puchner und Ariane Rädler aus. Das Kontingent beträgt elf Quotenplätze, mit denen jeweils vier Startplätze in Abfahrt, Super-G, Riesentorlauf, Slalom und Team-Kombination besetzt werden können.

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