Nach Poissons Tod: Schwere Vorwürfe

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Nach dem tödlichen Unglück um Skifahrer David Poisson werden schwere Vorwürfe erhoben.

Im "Blick" gibt ein "langjähriger Begleiter des Ski-Zirkus, der während des Dramas in Nakiska weilte" Einblick in den Unfall-Hergang. "Poisson ist kurz vor dem Ziel mit rund 100 km/h ausgerutscht und ist dann durch zwei sogenannte B-Fangnetze hindurch in den Wald hineingeschossen", so der Insider. "Dort dürfte er ziemlich frontal mit einem Baum kollidiert sein."

"Ein Rettungsteam hat danach rund eineinhalb Stunden erfolglos versucht, David wiederzubeleben."

Nicht genügend Absicherung?

Offizielle Stellungnahme des französischen Ski-Verbandes bezüglich des Vorfalls gibt es bislang keine. Die FFS sprach den Angehörigen zwar ihr tiefstes Mitgefühl aus, gab aber keine Details zum Vorfall preis.

Sollten sich die im "Blick" erhobenen Vorwürfe erhärten, droht dem französischen Ski-Team Ungemach. Schließlich sollten die Fangnetze auch im Training halten.

Im Blatt meldet sich auch ein Funktionär, der aktuell in Copper Mountain trainiert, zu Wort und erhebt schwere Vorwürfe: "Es kann ja auch hier etwas Schlimmes passieren, aber auf jeden Fall ist Copper Mountain die einzige Trainingsstrecke, die mit sehr viel widerstandsfähigeren A-Netzen abgesichert ist. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es in Nakiska bezüglich der Sicherung besonders kritisch ist, weil dort einige B-Netze lediglich einen knappen Meter hinter der Waldgrenze stehen."

Schwarze Serie im Skisport

Der Tod von des 35 Jahre alt gewordenen Franzosen setzt eine Serie von tödlichen Zwischenfällen auf Renn- und Trainingspisten im alpinen Skirennsport fort. Betroffene Österreicher waren zuletzt in den Neunzigern Gernot Reinstadler (1991) und Ulrike Maier (1994). Poisson ist der schon vierte zu Tode gekommene Aktive aus Frankreich.

Es ist der fünfte dokumentierte Unfalltod im Skisport (Rennen, Training, Tests) seit 1990.

Textquelle: © LAOLA1.at

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