David Poisson nach Trainingssturz gestorben

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Horror-Nachricht aus dem Ski-Zirkus! Der französische Alpin-Skifahrer David Poisson ist nach einem Trainingssturz im kanadischen Nakiska verstorben.

Der größte Erfolg des 35 Jahre alt gewordenen Sportlers war der Gewinn der Bronzemedaille in der WM-Abfahrt 2013 in Schladming.

"Niedergeschmettert von dieser Nachricht", wird FFS-Präsident Michel Vion in einer Aussendung des französischen Skiverbands zitiert. "Wir nehmen am Schmerz seiner Angehörigen in diesem speziell schwierigen Moment teil."

Poisson schnappte Kröll Bronze weg

Der größte Erfolg des Speed-Piloten war der Gewinn von WM-Bronze in der Abfahrt 2013 in Schladming. Er landete damals am 9. Februar hinter dem Norweger Aksel Lund Svindal und dem Südtiroler Dominik Paris, schnappte dem viertplatzierten Steirer Klaus Kröll um 38/100 den Podestplatz weg.

Im Weltcup schrieb Poisson zuletzt heuer am 21. Jänner in Kitzbühel beim Sieg von Paris als Zwölfter an. Eine Woche später schied er in den beiden Rennen von Garmisch-Partenkirchen jeweils aus.

In Nakiska bereitete sich Poisson mit den anderen Abfahrern des französischen Verbandes (FFS) auf die ersten Speed-Weltcuprennen des Winters am letzten November-Wochenende in Lake Louise vor.

ÖSV zeigt sich ebenfalls erschüttert

Der Österreichische Verband (ÖSV) verlieh seinem Mitgefühl Ausdruck. "Das österreichische Ski-Team ist zutiefst erschüttert. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei der Familie und der französischen Equipe", hieß es auf Twitter.

Poisson, Olympia-Siebenter in der Abfahrt 2010 in Vancouver, stammte aus der Region Annecy in der Nähe der Schweizer Grenze, schaffte den großen Durchbruch trotz WM-Bronze aber nie ganz.

Im Weltcup war er nur einmal auf dem Podest gestanden. Ende Dezember 2015 preschte er in Santa Caterina auf den dritten Platz vor. Zwei Wochen vor dem Gewinn von WM-Bronze hatte er das Podest in der Kitzbüheler Hahnenkammabfahrt als Vierter nur um 24/100 knapp verpasst.

Cavagnoud war am 31. Oktober 2001 in der Universitätsklinik Innsbruck ihren Verletzungen erlegen. Die hatte sich die damalige Super-G-Weltmeisterin zwei Tage zuvor während des Trainings bei einer Kollision mit dem deutschen Nachwuchstrainer Markus Anwander auf dem Pitztaler Gletscher zugezogen.

Poisson war Vater eines eineinhalbjährigen Sohnes. Sein eigener Vater war erst vor 15 Tagen verstorben. Poisson ist der vierte französische auf der Piste tödlich verunfallte Speed-Fahrer der Nachkriegszeit. 1970 brach sich Michel Bozon in der Weltcup-Abfahrt von Megeve das Genick. Michel Dujon kollidierte 1975 in Val d'Isère mit einem Masten und zog sich ebenfalls tödliche Verletzungen zu. 2001 kam Cavagnoud ums Leben.

Textquelle: © LAOLA1.at

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