Mayer: Saalbach? "Der Favoritenkreis ist groß"

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Matthias Mayer kehrt in den Skizirkus zurück!

Rund zweieinhalb Wochen sind seit seinem Triumph beim Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel vergangen. Eine Grippe zwang den 29-jährigen Kärntner zur strikten Bettruhe, in der er zwischenzeitlich fünf Kilo abnahm und Abfahrt sowie Riesentorlauf in Garmisch-Partenkirchen vom Fernseher aus verfolgte.

"Da ich wusste, dass ich sowieso nicht fahren kann, weil ich nicht fit war, war das ganz nett zum Anschauen. Geärgert habe ich nicht", erklärt Mayer. Für die Speed-Rennen in Saalbach-Hinterglemm, zu denen er mit einem Lächeln im Gesicht anreist, meldet sich der Doppel-Olympiasieger rechtzeitig fit. Auch das verlorene Gewicht konnte Mayer wieder zulegen.

Mayer: "Es war eine wilde Abfahrt"

Die bisher letzten Weltcup-Speed-Rennen am Zwölferkogel im Februar 2015 konnte Mayer in eindrucksvoller Manier für sich entscheiden.

Die Erinnerung an den Abfahrtssieg vor fünf Jahren ist auch dank Videostudiums noch präsent. "Es war eine wilde Fahrt, keine Sicht da runter, es waren sehr viele Wellen drinnen, das hat recht interessant ausgeschaut." Für ihn beinhaltet die Abfahrt mit der Länge, den Sprüngen, dem Steilhang, weiten Kurven und einem technischen Teil alles, was es brauche.

Vergangene Woche trainierte Mayer mit der Mannschaft in Hinterreit Super-G- und Riesentorlauf, deshalb war es für ihn auch nicht problematisch, dass das erste offizielle Abfahrtstraining auf dem Zwölferkogel am Dienstag wegen Neuschnees abgesagt wurde.

Das Rennfeeling dürfte ihm nicht verloren gegangen sein. "Es sind jetzt zwei Wochen, in denen ich kein Rennen gefahren bin. Aber wenn es drauf ankommt und ich im Rennen am Start bin, dann hoffe ich, dass ich das gleich wieder abrufen kann."

"Kein Heimvorteil in Saalbach"

In den vergangenen Jahren haben die Österreicher oft in Saalbach trainiert, aber auch andere Nationen würden dies tun, erklärte Mayer. "Ich glaube, diesen Hang kennt jeder relativ gut. In dem Sinn ist es kein Heimvorteil. Aber den findet man in Österreich schwer, weil alle Mannschaften der Welt immer wieder in Österreich Trainingsbedingungen suchen und finden."

Als Favorit sieht er sich nicht. "Es ist gut gegangen hier. Aber es ist wie bei jedem Rennen heuer der Favoritenkreis schon recht groß, wenn ich an den Feuz denke, den Vinz, Dreßen. Ich glaube, es wird sich wieder in diese Richtung einpendeln." In der Abfahrtswertung hat Mayer als Sechster mit 300 Zählern um 220 weniger auf dem Konto hat als der führende Schweizer Beat Feuz (520).

Hinter dem mit Kreuzbandriss fehlenden Dominik Paris (ITA/384) liegen Aleksander Aamodt Kilde (NOR/307), Thomas Dreßen (GER/306), Vincent Kriechmayr (304) und Mayer eng beieinander. Das Rennen um Platz zwei ist daher eröffnet. "Ich glaube, dass Feuz das relativ in der Tasche hat. Da geht es um den zweiten Platz in der Abfahrtswertung, das ist ein großes Ziel und wäre ein großer Erfolg", weiß Mayer.

Kopf-an-Kopf-Rennen um Super-G-Kugel

Auch im Super-G schlug der 29-Jährige 2015 in Saalbach zu. Im Kampf um die heurige Super-G-Kugel startet Mayer aus der Pole Position, die Disziplinwertung führt er nach vier Rennen bei noch vier zu fahrenden an. Die Spitze liefert sich ein heißes Match, hinter dem Olympiasieger (264) folgen Kriechmayr, Kilde, Kjetil Jansrud (NOR/alle 236) und Mauro Caviezel (SUI/205).

"Die ersten vier sind sehr eng beinander. Es ist nicht nur das Rennen am Freitag wichtig, sondern es sind die nächsten fünf Wochen ausschlaggebend." Es sei kein Nachteil, dass man mit Saalbach und Hinterstoder noch Heimrennen habe, denn bekanntermaßen seien die Norweger dann in Kvitfjell sehr stark. Das Finale folgt in Cortina d'Ampezzo.

Mayer wird die Reise nach Naeba/Japan zum Riesentorlauf auslassen, danach aber in Hinterstoder mit Super-G, Riesentorlauf und Kombination alle drei Rennen bestreiten. Es folgen für ihn noch die Speed-Bewerbe in Kvitfjell, der Riesentorlauf in Kranjska Gora und die Finalwoche im nächstjährigen WM-Ort Cortina d'Ampezzo.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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