"Falschen Wetterbericht erhalten" - Irritation über Wengen-Start
Der FIS-Renndirektor hätte nach der verkürzten Abfahrt am Samstag nun doch kein Problem für einen Start von weiter oben gesehen.
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Die Abfahrt in Wengen (zum Rennbericht >>>) wurde am Samstag aufgrund des aus dem Wetterbericht verzeichneten "Guggiföhns" nach unten verlegt.
Nach dem Rennen ließ der FIS-Renndirektor Markus Waldner jedoch mit Verwunderung aufhorchen. Auch ORF-Experte Hans Knauß zeigte sich erstaunt.
Der Start war beim Hundschopf und nicht wie geplant an der Lauberhornschulter. Doch die starken Windböen haben sich entgegen dem Wetterbericht verändert.
Wetterbericht zeigte den ganzen Tag Wind
"Ich habe offensichtlich einen falschen Wetterbericht erhalten“ kommentiert Waldner nach dem Bewerb gegenüber der "Blick".
"Gemäß dem offiziellen Wetterdienst des Veranstalters hätte es im oberen Abschnitt den ganzen Tag winden sollen. Doch beim Rennstart um 12.30 Uhr war es oben windstill. Somit wäre ein Rennen vom Originalstart aus möglich gewesen. Aber letztendlich bin ich froh, dass wir auf der verkürzten Strecke ein faires Rennen hinbekommen haben", ergänzt der Renndirektor.
Knauß: "Aufpassen, dass wir nicht übervorsichtig werden"
Auch ORF-Experte Hans Knauß zeigte sich über die Entscheidung durchaus verwundert. Er erklärt: "Der Wind ist beim Hundschopf kein großes Problem, weil er gut geschützt ist. Und wenn ein Rennfahrer bei der Minschkante eine Böe erwischt, ist das auch nicht so gefährlich, weil man hier ja nicht wie beim Golden Eagle in Beaver Creek 50 bis 60 Meter weit fliegt."
Mit der Tatsache, dass der Start zum Hundschopf verlegt worden ist, war er ebenfalls nicht ganz einverstanden: "Wenn schon nicht von ganz oben, hätte ich wenigstens vom früheren Start der Kombi-Abfahrt das Rennen gestartet. Eine Lauberhornabfahrt ohne den Sprung über den Hundschopf ist in meinen Augen keine richtige Lauberhornabfahrt", analysiert er.
Veranstalter: "Guggiföhn" wird unberechenbar bleiben
Der Veranstalter des Lauberhornrennens nahm die Wetterexperten jedoch in Schutz: "Der Guggiföhn wird für die Meteorologen immer total unberechenbar bleiben", sagt der Medienverantwortliche Christoph Leibundgut.
"Fakt ist, dass es im oberen Streckenabschnitt bis eine Stunde vor dem Rennen stark gewindet hat. Um das Rennen zu sichern, haben wir uns vorzeitig für eine Heruntersetzung des Starts entschieden", so die Rechtfertigung.
Bereits am Sonntag findet der Slalom (ab 10:00 Uhr im LIVE-Ticker >>>).