Mayer hinter Sieger Jansrud auf Platz zwei

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Die 80. Hahnenkammrennen in Kitzbühel beginnen am Freitag für Österreich mit einem zweiten Platz im Super G durch Matthias Mayer.

Der 29-jährige Kärntner muss sich nur dem Norweger Kjetil Jansrud um 16/100 Sekunden geschlagen geben. Mit Aleksander Aamodt Kilde klassiert sich ein weiterer Norweger zeitgleich mit Mayer auf Rang zwei.

Der Oberöstereicher Vincent Kriechmayer wird mit 0,79 Sekunden Rückstand Sechster.

Ergebnis des Super-G in Kitzbühel>>>

Mayer führt im Super-G-Weltcup

Für Jansrud war es der insgesamt 23. Weltcuperfolg, der zweite in Kitzbühel, wo er bereits 2015 einmal die Abfahrt gewonnen hat. Mayer übernahm die Führung im Disziplinweltcup von Kriechmayr, der 28 Zähler dahinter ex aequo mit Jansrud und Kilde nun Zweiter ist.

Im Gesamtweltcup behielt Technikspezialist Henrik Kristoffersen für Führung, Kilde liegt 20 Zähler zurück, es folgen in Schlagdistanz der Franzose Alexis Pinturault (im Super-G Tages-Neunter) und Mayer.

Jansrud war norwegischer Sieg klar

Jansrud wusste schon vor seinem Start, wie er erklärte, dass es einen norwegischen Sieg geben wird, er hatte mit Kilde nach dessen Bestzeit mitgejubelt.

"Das tut mir ein bisschen leid, Österreich", sagte Jansrud im Ziel, war aber natürlich mit dem Sieg überglücklich, war es in dieser Saison doch noch nicht optimal gelaufen.

Vor allem nicht in der Abfahrt, da war er noch nicht besser als Achter. Nun, nach dem ersten Speed-Sieg für die norwegischen Herren in diesem Winter, ist er aber wie Kilde auch für Samstag ein heißer Siegertipp. Für den Super-G-Erfolg gab es das Rekord-Preisgeld von 68.500, in der Abfahrt warten 100.000 auf den Triumphator.

Kilde strajlt über erstes Kitz-Podest

Kilde freute sich über sein erstes Podest in der Gamsstadt. "Einmal war ich in Kitzbühel schon Vierter, das ist sehr schön jetzt. Das war von oben bis unten eine stabile Fahrt. Kjetil ist im Training so schnell, ich habe gespürt, dass er heute gefährlich ist."

Ski-Pensionist Aksel Lund Svindal war als Zuschauer mit dabei: "Eine perfekte Show", freute er sich mit seinen Freunden mit.

Eröffnet wurde das Rennen bei Traumwetter von Vorjahressieger Josef Ferstl, der schon nach Nummer zwei, dem Österreicher Christian Walder entthront war. Die erste eindrucksvolle Richtzeit legte der Italiener Mattia Casse mit Nummer sechs hin, die allerdings gleich vom Schweizer Mauro Caviezel unterboten wurde, Vincent Kriechmayr reihte sich dahinter ein. Dem Trio blieben am Ende die Ränge vier, fünf und sechs, der Schweizer Beat Feuz wurde Siebenter.

Kriechmayr: "Zwei Fehler gemacht"

Kriechmayr hatte nach dem Sturz im Abfahrttraining am Vortag wegen der lädierten Hand Probleme beim Starten, aber keine Schmerzen. "Aber dafür war die Zeit eh ganz okay. Ich habe zwei Fehler gemacht, das erklärt den Rückstand", sagte der Oberösterreicher, der mit dem Grundspeed ganz zufrieden war.

Als Zwölfter errang Daniel Danklmaier das überhaupt erst dritte und zugleich beste Super-G-Ergebnis seiner Karriere, erstmals punktete er in dieser Saison in dieser Disziplin.

"Ich habe schon richtig gute Super-G-Fahrten gezeigt, aber ich habe es nicht runtergebracht. Heute hatte ich ein richtig gutes Rennen, ich bin voll zufrieden", sagte der Steirer, der viel Motivation mit in die Abfahrt nimmt. "Der liegt mir, der Hügel."

Christian Walder landete auf Platz 18, der sich mit Problemen durch die Saison kämpfende Max Franz auf 24. "Reingehaut hätte ich mich, Fehler darfst du hier halt nicht machen, schon gar nicht an einer Stelle, wo du das überhaupt nicht brauchst, wo es dann bergauf geht. Das ärgert mich sehr", sagte der Kärntner Franz. Ohne Punkte blieb Stefan Babinsky als 38. Otmar Striedinger und Johannes Kröll schieden aus.

Matthias Mayer: "Ich habe auch gehofft. Aber Kjetil ist unglaublich gefahren, er hat es recht gut runtergebracht. Ich hab am Start verkantet - ganz deppat. Da wäre ich fast hingefallen auch noch, nicht optimal. Am Hausberg ist extrem drehend gesetzt. Ich hab es anders besichtigt gehabt, bin doch mit gutem Tempo hingekommen und dann etwas angestanden. Man hat es bei Jansrud gesehen: Er hatte davor einen Fehler und es hat fast nichts gekostet. Im Ziel mit dem Einser abzuschwingen war ein unglaubliches Gefühl. Das wollte ich einfach genießen."

Vincent Kriechmayr: "Ich habe zwei Fehler gemacht. Das ist bei so einem kurzen Super-G zu viel. Ich hätte ein bisschen sauberer Skifahren müssen. Die Traverse-Ausfahrt wollte ich gerade fahren - das war aber zu gerade. Bitter, da fehlen mir unten doch 12 km/h und das zieht sich dann. Es ist bitter, wenn man beim Heimrennen nicht das zeigen kann, was man drauf hat. Es schleichen sich Fehler ein."

Daniel Danklmaier: "Wie es ausschaut, liegt mir der Berg. ich bin hier immer schon gerne gefahren. Im Super-G habe ich es noch nicht zeigen können. Es war heute schon schwer mit dem Licht, aber ich hab es gottseidank runtergebracht. In den Trainings war ich in der Vorbereitung schon stark, habe aber bisher immer Fehler eingebaut."

Kjetil Jansrud: "Ein bisserl muss ich mich schon bei den Österreichern entschuldigen. In Kitzbühel zu gewinnen ist etwas besonders. Aber ich muss mich bei Matthias entschuldigen. Er ist sehr gut gefahren und schon oft am Podest gestanden. Er hätte es verdient. Aber so ist es im Sport, ein paar Hundertstel. Für mich war es zuletzt schwer."

Aleksander Aamodt Kilde: "Am Podium zu sein ist sehr, sehr schön. ich war hier zwei Mal Vierter und knapp dran. Ich hatte heute einen guten Lauf, bin sehr stabil gefahren. Aber dann ist Kjetil gekommen. Es ist verdient, wir sind im Training immer schnell."

Statistik: Siegerliste Super-G in Kitzbühel>>>

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