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Was Felix Neureuther mit Fellers Kitz-Triumph zu tun hat

Manuel Fellers Sieg am Ganslernhang rührt Teamkollegen und Trainer zu Tränen. Auch Felix Neureuther hat wohl einen Anteil am Erfolg des Tirolers.

Was Felix Neureuther mit Fellers Kitz-Triumph zu tun hat Foto: © GEPA

Schon der Samstag war mit dem Sieg von Giovanni Franzoni ein emotionaler Tag in Kitzbühel. Am Sonntag wurde es aus rot-weiß-roter Sicht noch emotionaler.

Als Manuel Fellers erster, so langersehnter Sieg am Ganslernhang feststand, brachen nicht nur beim Tiroler alle Dämme. Der Triumph ließ die Emotionen im gesamten ÖSV-Männerteam hochgehen und die Tränen fließen – auch die Verfasserin dieser Zeilen hatte feuchte Augen.

Im Zielraum gab es an diesem Sonntag kaum jemandem, der dem Fieberbrunner diesen Erfolg nicht gegönnt hat.

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Er hat es sich verdient, er ist einer der besten Slalomläufer der Welt.

Johannes Strolz über Manuel Feller

"Ich kenne Manu schon sehr lange und ich weiß, wie sehr er sich das gewünscht hat, dass er hier in Kitzbühel gewinnt. Dass er es genau heute schafft, ist unglaublich. Ich freue mich von ganzem Herzen für ihn, dass er sich seinen ganz großen Traum erfüllt hat. Er hat es sich verdient, er ist einer der besten Slalomläufer der Welt", sagt Teamkollege Johannes Strolz mit glänzenden Augen.

"Endlich hat er es geschafft", meint auch ÖSV-Männer-Cheftrainer Marko Pfeifer mit tränenerstickter Stimme in Richtung Sieger. "Erarbeitet hat er sich das. Wenn du weißt, was das bedeutet, ist das fast mehr wert als die Kugel", fügt der Kärntner an.

Er habe Feller oft gesagt, es werde nicht gelingen, wenn er es so fanatisch wolle. "Jetzt ist die Reife im Leben zum guten Skifahren dazugekommen."

Felix Neureuther und die zerstörte Gams

Seit 2013 hat Feller fast schon verzweifelt versucht, in seinem Heimrennen das Podest zu erklimmen, gleich mehrmals ist er als Topfavorit an diesem Ziel gescheitert. Nun darf er die Goldene Gams endlich sein Eigen nennen.

Dazu hat auch Felix Neureuther ein kleines Stückchen beigetragen, wie Feller erzählt:

"Felix hat eine von seinen zwei Gamsen bei einer Feier zerstört und er hat uns zur Hochzeit ein Stück von seiner Gams geschenkt. Vielleicht hat das ein bisschen Glück gebracht. Also habe ich jetzt eine Gams und ein Zehntel daheim", grinst der Tiroler.

Kitz brutal

Es ist nicht die einzige besondere Geschichte rund um Fellers Triumph.

So erzählt sein Servicemann Richard "Richie" Weißenbacher, dass auf alte Ski zurückgegriffen wurde.

"Vier Paar, mehr gibt's von denen nicht mehr. Ganz dünne Kanten und brutal schwer herzurichten."

Er habe am Vortag acht Stunden vergeblich die richtige Feile dafür gesucht. "Ich war schon kurz vorm Aufgeben, als ich in meine Kiste reinschaue und ein Packerl sehe mit der Aufschrift: 'Kitz brutal'. Nach acht Stunden habe ich die Feile gehabt", schildert Weißenbacher, dem die Rührung ebenfalls ins Gesicht geschrieben steht.

"Kitzbühel zu gewinnen, eine Goldene Gams, das war sein Traum." Nachsatz: "Schladming fehlt uns noch."

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