Ich liebe Österreich. Es ist eine Ehre, in Kitzbühel zu fahren. Ich lebe meinen Traum.
In Kitzbühel fuhr er sich mit Bestzeiten in den beiden Trainings in die Favoritenrolle – und wurde dieser gerecht. Um sieben Hundertstel schnappte er Marco Odermatt die begehrte Goldene Gams weg.
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"Es ist so ein verrückter Tag. Ich liebe Österreich. Es ist eine Ehre, in Kitzbühel zu fahren. Zuerst der erste Podestplatz in Wengen, jetzt der Sieg in Kitzbühel. Ich lebe meinen Traum", strahlt Franzoni und schickt übers Stadion-Mikrofon ein "Dankeschön, Austria" hinterher.
Seine Saison sei "unglaublich", meint der Italiener ungläubig. "Ich werde das vielleicht erst im Sommer realisieren. Jetzt kommt Olympia, da wird viel Druck auf mir liegen."
Nur Olympia-Gold in der Heimat wäre größer als Kitz-Sieg
Über diesem Sieg in der Kitzbühel-Abfahrt stehe wohl nur Olympia-Gold in der italienischen Heimat, versucht sich Franzoni in einer Einordnung des eben Erreichten. "Wenn Olympia in einem anderen Land stattfinden würde, dann würde mir wahrscheinlich ein Kitzbühel-Sieg mehr bedeuten."
Auch wenn ein Olympiasieg in Bormio für Franzoso über dem Streif-Triumph stehen würde – dass er sich bereits im zarten Alter von 24 Jahren in die Riege der Kitzbühel-Sieger einreiht, ringt der Konkurrenz Respekt ab.
Kriechmayr: "Es tut dem Sport gut, dass so ein Junger daherkommt"
"Hut ab! Er ist ein unglaublicher Skifahrer und auch ein sehr sympathischer Kerl. Es ist ihm sehr zu vergönnen. Es tut dem Sport sehr gut, dass da jetzt so ein Junger daherkommt und voll anraucht", sagt etwa Vincent Kriechmayr. "Er bietet den Schweizern Paroli, wenn es wir schon nicht machen."
Stefan Babinsky meint: "Er ist ein begnadet guter Skifahrer, hat ein sehr großes technisches Vermögen. Ich vergönne ihm das sehr."
An diesem Samstag in Kitzbühel gibt es wohl kaum jemanden, der Giovanni Franzoni diesen Sieg nicht vergönnt.