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Abfahrts-Debüt auf der Streif! Schwarz hat Blut geleckt

Marco Schwarz hat am Mittwoch zum ersten Mal die Abfahrt in Kitzbühel bezwungen. Welche Stellen ihm besonderen Respekt eingeflößt haben und warum er am Samstag im Rennen nicht startet.

Abfahrts-Debüt auf der Streif! Schwarz hat Blut geleckt Foto: © GEPA

Mit einem breiten Grinsen steht Marco Schwarz im Zielraum von Kitzbühel. Gerade eben hat der Kärntner zum ersten Mal die Streif bezwungen.

"Es war schon richtig cool", strahlt Schwarz nach dem zweiten Abfahrts-Training. Das erste hatte er noch ausgelassen, nachdem er in der Vorwoche krankheitsbedingt das Bett hüten musste. Nun fühlte sich Schwarz für die Streif bereit.

Die herausforderndste Abfahrtsstrecke der Welt rang auch dem ÖSV-Star im Vorfeld Respekt ab.

"Als ich gestern bei der Besichtigung das erste Mal zur Mausefalle hingerutscht bin - das schaut schon ein bissl anders aus als im Fernsehen", schildert der 30-Jährige.

"Ich hatte heute sehr viel Respekt, war vor der Mausefalle, Steilhang und auch vor der Hausbergkante schon nervös. Aber es hat sich richtig cool angefühlt. Wenn ich die Chance gehabt hätte, wäre ich gerne nochmal rauf und wieder runtergefahren."

Kein Start in der Abfahrt: "Dafür bin ich noch nicht bereit"

Für diese Woche muss sich Schwarz jedoch mit dieser einen Fahrt auf der Abfahrt in Kitzbühel begnügen, am Samstag wird er nicht am Start stehen. Seit seinem Kreuzbandriss hat der Allrounder im Weltcup noch keine Abfahrt bestritten.

"Dafür bin ich noch nicht bereit. Heute war ein guter erster Test, mal schauen, was die Zukunft bringt. Es war jetzt mal das erste Herantasten auf der Streif, aber ich bin schon offen für mehr", sagt Schwarz.

Im Super-G am Freitag (ab 11:30 Uhr im LIVE-Ticker) wird der Sieger von Livigno freilich am Start stehen.

"In Hinblick auf Freitag bin ich irrsinnig froh, dass ich da jetzt mal runter gefahren bin. Unten kommt man von der Kurssetzung her nicht viel aus und von den Schneeverhältnissen schaut das richtig gut aus", hat Schwarz wichtige Erkenntnisse für den Super-G gewonnen.

Kitzbühel 2026 - Bilder des 2. Trainings

Mit 3,55 Sekunden Rückstand reihte sich Schwarz im zweiten Abfahrtstraining außerhalb der Top 50 ein.

Bester Österreicher hinter dem Italiener Giovanni Franzoni und dem Franzosen Nils Alphand war Stefan Babinsky.

Ergebnis des 2. Abfahrts-Trainings in Kitzbühel >>>

"Es tut gut, wenn man das gut umsetzt, was man sich auf der Strecke vorgenommen hat und das auch zeitlich ganz gut passt. Das gibt auf jeden Fall ein gutes Gefühl", sagt der Steirer.

Nun gelte es bis Samstag noch herauszufinden, was man noch besser machen könnte. "Vor allem im oberen Streckenteil habe ich mir ein bisschen schwer getan, da war ich nicht bei den Schnellsten dabei. Da ist schon noch einiges drinnen, das kann ich noch besser auf den Punkt bringen."

Kriechmayr: "Es geht gescheit dahin"

Zweitbester Österreicher war als Zehnter Vincent Kriechmayr, der wie Topstar Marco Odermatt (9.) und einige andere vor dem Ziel Bremsschwünge einlegte.

Der Oberösterreicher sprach nach seinem Ritt auf der Streif wieder von einem "Genuss": "Am Start ist schon sehr viel Nervenkitzel dabei. Aber die Strecke ist hervorragend, es geht gescheit dahin. Die letzten Jahre hat es mir da runter vielleicht nicht so viel Spaß gemacht, aber dafür heuer."

Auch Kriechmayr ortet in Hinblick auf das Rennen noch Verbesserungspotenzial. "Ich habe es teilweise sehr gut erwischt, drei, vier Kurven muss ich aber schon noch besser fahren. Aber der Franzoni hat es auch nicht ganz aufgedeckt – er fährt schon ganz gut Ski zurzeit."

Für Kriechmayr ist Franzoni neben den Schweizern rund um Marco Odermatt und Franjo von Allmen sowie Routinier Dominik Paris der große Favorit. "Da braucht es schon einen super Lauf, um mitkämpfen zu können", meint der ÖSV-Star.

Am Donnerstag ist in Kitzbühel Ruhetag, am Freitag startet das Rennwochenende mit dem Super-G.

Zeitplan der Hahnenkammrennen >>>

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