Diese Tragödie gibt mir die nötige Kraft in dieser Saison.
Franzoni verband eine jahrelange Freundschaft mit Franzoso, er bezeichnete ihn sogar als seinen "großen Bruder".
"Ich denke jeden Tag an Matteo. Ich habe ihm meinen dritten Platz in Gröden gewidmet - und auch diesen Sieg", sagte Franzoni nach seinem Triumph in Wengen. Er werde "für den Rest meines Lebens" weiter für seinen Freund Skifahren.
So schwer der Verlust auch gewesen sei, "diese Tragödie gibt mir auch die nötige Kraft in dieser Saison", erklärt Franzoni.
Einst von Jannik Sinner im Skifahren geschlagen
Aufgewachsen ist Franzoni am Südwestufer des Gardasees. Mit 16 Jahren bestritt er sein erstes FIS-Rennen.
Einem Bericht der "Gazzetta dello Sport" zufolge hatte Franzoni in einem Nachwuchsrennen niemand Geringeren als den heutigen Tennis-Superstar Jannik Sinner als Gegner - und unterlag diesem. Seine Ski-Karriere nahm trotzdem ihren Lauf.
Franzoni startet im Weltcup sowohl in den Speed-Disziplinen als auch im Riesentorlauf.
Das macht Franzoni so stark
Der Italiener habe "den Ski immer unter dem Körper, hat ständig den Zug, fährt unglaubliche Radien. Er ist auch ein guter Riesentorläufer und das Selbstvertrauen ist natürlich auch nicht gering", sagt Vincent Kriechmayr über Franzoni.
Für den ÖSV-Star wie auch seinen Teamkollegen Daniel Hemetsberger zählt Franzoni auf der Streif zu den Topfavoriten.
"Man muss sich nur mal anschauen, wie entspannt er fährt. Er steht momentan extrem geil am Ski. Das macht dich auf so einer schweren Abfahrt stark. Er hat nie irgendeinen Wackler und wenn er mal einen Schlag erwischt, steht er direkt danach wieder souverän drüber. Seine Ski rennen brutal fein durch und da macht er den Speed. Er fährt so ziemlich alles auf Zug und das macht ihn so stark", analysiert Hemetsberger.
Und auch Marco Odermatt, einer der weiteren Topfavoriten, prophezeit: "Er hat seit zwei Wochen einen unglaublichen Speed und dominiert jedes Training . Er wird für Samstag sicher ganz gefährlich sein."
Franzoni liebt die Streif
Für Franzoni ist es übrigens erst sein zweites Mal auf der Streif nach dem Vorjahr. Technisch anspruchsvolle Highspeedstrecken wie jene in Kitzbühel sind aber ganz nach seinem Geschmack.
"Das ist vielleicht meine Lieblingsabfahrt", sagt Franzoni über die Streif – ganz locker lässig.