Eisschnellläuferin Rosner will ihr 1.500m-Erfolgserlebnis
Für die Debütantin lief es in den ersten beiden Bewerben noch nicht nach Wunsch.
Vorletzter Platz über 3.000 m, letzter Platz über 1.000 m - für Eisschnellläuferin Jeannine Rosner sind ihre olympischen Debüt-Einsätze in Mailand bisher nicht wie erhofft verlaufen.
Am Freitag (16:30 Uhr) geht es für die Tirolerin nun über 1.500 m, ehe für sie am Samstag noch der Massenstart auf dem Programm steht. Nach ihren ersten beiden Rennen klagte Rosner über das Eis und Kraftlosigkeit, von der Distanz her liegen ihr die 1.500 m aber auf jeden Fall besser als 1.000 m.
"Ich bin im Mittel- bis Lang-Bereich spezialisiert, obwohl ich auch gerne Allround mache", verdeutlichte die 19-Jährige im APA-Gespräch. Das ist bei ihrer ebenfalls dem Eisschnelllauf verfallenen, zwei Jahre jüngeren Schwester Sarah anders.
"Sie ist eher im Sprint daheim. Sie hat es ein bisschen schwerer als ich, weil sie für ihr Alter ein bisschen klein ist. Aber sie ist am besten Weg, um das aufzubauen." Beide werden von Donnerstag bis Sonntag nächster Woche bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Inzell antreten, wo Jeannine Rosner vier Titel zu verteidigen hat.
Rosner-Sisters greifen an
Da wird sie im Gegensatz zu Olympia der Star sein. "Ich möchte versuchen, meinen Titel Allround und 3.000 m zu verteidigen." Sie habe allerdings den Nachteil, dass die meisten ihrer Gegnerinnen gezielt darauf hintrainieren, sie die Titelkämpfe aber unmittelbar nach den Spielen noch mitnimmt.
"Vier Goldene wird auf jeden Fall schwer. Aber ich werde versuchen, die Titel zu verteidigen." Zum Sport sind die Rosner-Sisters, so die Bezeichnung auf der von den Eltern betreuten Homepage, durch Freunde gekommen.
Eines der Vorbilder von Jeannine Rosner ist Vanessa Herzog, zweimal über 500 m Olympia-Vierte und diesmal schon vor einer Woche verletzt abgereist. "Mich hat es immer beeindruckt, dass Vanessa als Österreicherin so viel draus gemacht hat", bewunderte sie Rosner.
"Obwohl sie Österreicherin ist und bei den Trainingsverhältnissen, die wir haben. Das ist für Holländer viel leichter als für einen Österreicher. Mich hat es immer beeindruckt, wie weit sie gekommen ist."
In dieser Saison war Rosner im Weltcup aber schon erfolgreicher als die freilich verletzungsgeplagte Herzog.