Emotion pur! Gold und Silber - die Bilder der Boarder-Medaillen
"Wie geil war das?"
Auch für Payer freute er sich in der Stunde seines Triumphes, vor vier Jahren hatte mit Daniela Ulbing ebenfalls eine ÖSV-Athletin an seinem Goldtag Silber gewonnen.
"Sabine hat Ester Ledecka rausgehaut, wie geil war das? Wir wissen, dass sie schnell ist, das zeigt, dass sie auch stark im Kopf ist", sagte der Doppel-Olympiasieger.
Karl, der schon vor den Spielen über einen kompletten olympischen Medaillensatz verfügt hatte, rang im Finale den Südkoreaner Kim Sang-kyum um 0,19 Sekunden nieder, war zuvor noch zurückgelegen. Nach Silber 2010, Bronze 2014 und Gold 2022 triumphierte der fünffache Weltmeister neuerlich im Zeichen der Fünf Ringe.
Payer hat nicht mit Silber gerechnet
Payer ebnete sich im Viertelfinale den Weg zur Medaille: Sie besiegte die tschechische Favoritin Ester Ledecka um sechs Hundertstel und danach auch im Halbfinale die spätere Bronzegewinnerin Lucia Dalmasso aus Italien. Im großen Finale musste sich die 33-jährige Kärntnerin dann aber mit Zuzana Maderova Ledeckas Landsfrau nach mehreren Fehlern um 0,83 Sekunden geschlagen geben.
"Das ist jetzt mehr als schön. Ich war gut drauf, aber ich habe es nicht erwartet", erklärte Payer, die wegen ihrer Vorgeschichte eine sehr nervöse vergangene Woche hinter sich hat. "Ich war dermaßen nervös und habe Sorge gehabt, dass mir was passiert."
Erst am Tag vor dem Rennen hatte sie sich etwas beruhigt. "Dann ist es leicht, dann muss ich nur mal Snowboarden", scherzte sie. In der Qualifikation sei sie noch etwas verhalten gefahren, nicht mehr dann gegen Ledecka. "Ich habe gewusst, da muss ich all-in gehen, wenn ich um eine Medaille mitfahren will, dass der aufgegangen ist, war mega."
Dem verlorenen Finale trauerte Payer nicht nach. "Ich habe 'derstrudelt' im großen Finale und ein bisserl einen Fehler gemacht. Sechs Läufe müssen sitzen, das ist gar nicht so einfach. Ich bin mehr als happy mit der Silbernen."