GOLD! Die Jubelbilder der Team-Kombi
Vierte und fünfte Plätze tun weh
Neben den zwei Medaillen fuhren seine Läuferinnen zweimal auf Rang vier (Hütter in der Abfahrt, Rädler mit einer Hundertstelsekunde zurück im Super-G), in Slalom (Truppe) und Riesentorlauf (Julia Scheib) gab es jeweils Platz fünf.
"Das sind die Sachen, die weh tun", sagte Assinger. Aber "wir waren in jeder Disziplin dabei. Das eine oder andere kann man besser machen, aber man kann ja auch ohne Medaille heimfahren".
Dass alle drei Medaillengewinnerinnen schon über 30 sind, kommt für ihn keineswegs überraschend. "Die Routine spricht für die Damen, heutzutage verschiebt sich alles nach oben", sagt der ÖSV-Coach und hob Federica Brignone hervor, die nach ihrer schweren Verletzung mit 35 Jahren zweimal Gold holte.
Die Italienerin ist für ihn "die Grand Dame der Spiele. Was die geleistet hat, so zurückzukommen, sie ist für mich der Superstar der Olympischen Spiele. Da sieht man, was Kampfgeist und Routine ausmacht".
5. Platz von Scheib "schmerzt"
Ganz besonders bitter aus rot-weiß-roter Sicht war Platz fünf von Mitfavoritin Julia Scheib im Riesentorlauf. Das "schmerzt, keine Frage", sagte Assinger.
Dass die Steirerin nach einem Funkspruch ihre geplante Linie änderte und damit entscheidende Zeit verlor, relativierte der Coach. "Das wird zu polarisiert", sagte er. "Diese Funksprüche sind in jedem Rennen. Bei der Hütter hat es ihr die Bronzemedaille gerettet."
Scheib könne das gut wegstecken, ist er überzeugt. "Sie ist schon wieder in der Spur. Zwei Stunden später hat sie gesagt, passt, abgehakt, weiter geht's. Nachplärren hilft nichts, das bringt uns nicht weiter, das bringt sie nicht weiter. Im Sport gibt es so viele ups and downs, damit muss man umgehen lernen", meinte der Kärntner.
Nächste Ziele im Weltcup
Allgemein gelte nun: "Kopf hoch, abhaken, im Weltcup sind noch einige Sachen zu erledigen." Scheib geht im Riesentorlauf-Weltcup mit deutlichem Vorsprung ins Saisonfinish, in der Abfahrt "ist die Kugel aufgrund der Verletzung von Lindsey (Vonn) in Greifweite" für Hütter, die mit ihrer lang ersehnten Olympia-Medaille angreifen kann.
Auch den Nationencup bei den Frauen hat er trotz 577 Punkten Rückstand auf das führende US-Team noch nicht abgeschrieben. "Das ist schon mein geheimes Ziel, abgerechnet wird in Hafjell", erklärte Assinger mit Blick auf das Weltcupfinale mit dem 25. März als letzten Wettkampftag.