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Rädler und Vonn im letzten Abfahrtstraining vorne dabei

Die Vorarlbergerin liegt im zweiten und letzten Training für die Olympia-Abfahrt auf Rang vier. Auch Lindsey Vonn überzeugt, trotz Kreuzbandriss.

Rädler und Vonn im letzten Abfahrtstraining vorne dabei Foto: © GEPA

Breezy Johnson ist beim letzten Training für die Frauen-Abfahrt am Sonntag (ab 11:30 Uhr im LIVE-Ticker >>>) die Schnellste.

Die US-Amerikanerin setzt sich knapp vor der Deutschen Kira Weidle-Winkelmann und der am Kreuzband verletzten Lindsey Vonn (+0,37) durch.

Mit Ariane Rädler kann auch eine Österreicherin als Vierte vorne anschreiben. Der Vorarlbergerin fehlen 0,43 Sekunden auf die Bestzeit von Johnson.

"Voll cool zu fahren"

Die weiteren ÖSV-Läuferinnen haben noch Luft nach oben. Cornelia Hütter (10.), Nina Ortlieb (11.) und Mirjam Puchner (12.) landen auf den Plätzen.

"Mein Plan war, dass ich andrücke. Ich wollte wissen, wie die Wellen wirklich gehen. Es ist zwar ein bisschen unruhiger, aber mit mehr Speed sind die Wellen ganz okay", sagte Rädler.

Manches gehe sicher noch besser, aber für das Gefühl sei dies nicht schlecht, sie sehe sich unter den Außenseiterinnen. Hütter fand es "voll cool zu fahren", der Grundplan passe. "Morgen die tiefe Position auspacken, Spaß haben und schnell Ski fahren." Auch wenn die Favoritinnen andere seien, so wolle man doch ein Wörtchen mitreden.

Piste entwickelte sich gut

Ortliebs Aufschlüsse aus dem zweiten Training waren, dass sie entschlossen und sauber Skifahren müsse. "Die Piste ist hart und kompakt. Die Wellen sind gut fahrbar und absolut nicht gefährlich in meinen Augen."

Alle vier Österreicherinnen am Start hätten das Potenzial, eine Medaille zu holen. Dazu zählt auch Puchner: "Das ist das Ziel jeder, und auch für mich." Sie ist die Einzige des ÖOC-Quartetts, die mit Silber im Super-G 2022 bereits bei Winterspielen erfolgreich war.

Starke Leistung von Vonn

Vonn lieferte auch im zweiten Training eine starke Leistung ab. Abermals gab sie keine Interviews, in den sozialen Medien reagierte sie auf die Aussagen eines Sportmediziners, der die Schwere der Verletzung anzweifelte.

"Haha, danke Doc. Mein Kreuzband war bis vergangenen Freitag voll funktionsfähig. Nur weil es für Sie unmöglich erscheint, heißt das nicht, dass es nicht möglich ist. Und ja, mein Kreuzband ist zu 100 % gerissen. Nicht zu 80 % oder 50 %. Es ist 100 % weg." Dies hatte auch tags zuvor ihr Trainer Aksel Lund Svindal Medienvertretern gesagt.

Das Training ist nach 23 Läuferinnen unterbrochen worden, weil der Nebel im oberen Teil zu stark wurde. Es hatte auch zu schneien begonnen.

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