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Das sind Lindsey Vonns erste Worte nach dem Olympia-Sturz

Die US-Amerikanerin meldet sich am späten Montagabend in den Sozialen Medien erstmals nach ihrem schweren Crash in Cortina.

Das sind Lindsey Vonns erste Worte nach dem Olympia-Sturz Foto: © GEPA

Lindsey Vonn hat sich am späten Montagabend via "Instagram" erstmals nach ihrem schweren Sturz in der Olympia-Abfahrt am Sonntag zu Wort gemeldet.

Darin schreibt die US-Amerikanerin, dass sie eine "komplexe Schienbeinfraktur" erlitt, die aktuell stabil sei, jedoch mehrere Operationen erfordern würde.

Außerdem erklärt der 41-jährige Superstar, nichts zu bereuen. "Gestern am Start zu stehen, war ein unglaubliches Gefühl, das ich nie vergessen werde. Zu wissen, dass ich dort stand und die Chance hatte zu gewinnen, war an sich schon ein Sieg", so Vonn.

Sie hofft, dass man aus ihrer Reise mitnehme, den Mut zu haben, Großes zu wagen. "Das Leben ist zu kurz, um keine Risiken einzugehen. Denn das einzige Versagen im Leben ist, es nicht zu versuchen", schreibt sie.

Rückkehr 2024 für Olympia

Die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2010 war im November 2024 nach über fünf Jahren Pause in den Ski-Weltcup zurückkehrt und hatte als großes Ziel die Olympischen Spiele 2026 ausgegeben.

Neun Tage vor ihrem ersten Olympia-Rennen seit Pyeongchang 2018 stürzte Vonn in Crans-Montana schwer und erlitt einen Kreuzbandriss im linken Knie. Trotzdem nahm die US-Amerikanerin das Risiko auf sich und ging in Cortina an den Start - mit schweren Folgen.

Das gesamte Statement im Wortlaut:

"Gestern hat mein Olympischer Traum nicht das Ende genommen, von dem ich geträumt hatte. Es war kein märchenhaftes Happy End, sondern einfach nur das Leben. Ich habe es gewagt zu träumen und habe hart dafür gearbeitet, diesen Traum zu verwirklichen. Denn im Abfahrtssport kann der Unterschied zwischen einer strategischen Linie und einer katastrophalen Verletzung nur fünf inches (12 cm, Anm.) betragen.

Ich war einfach 12 cm zu eng auf meiner Linie, als sich mein rechter Arm im Tor verfing, mich verdrehte und zu meinem Sturz führte. Mein Kreuzband und frühere Verletzungen hatten nichts mit meinem Sturz zu tun.

Leider habe ich mir eine komplexe Schienbeinfraktur zugezogen, die derzeit stabil ist, aber mehrere Operationen erfordert, um sie richtig zu behandeln.

Auch wenn der gestrige Tag nicht so endete, wie ich es mir erhofft hatte, und trotz der starken körperlichen Schmerzen, die er verursacht hat, bereue ich nichts. Gestern am Start zu stehen, war ein unglaubliches Gefühl, das ich nie vergessen werde. Zu wissen, dass ich dort stand und die Chance hatte zu gewinnen, war an sich schon ein Sieg. Ich wusste auch, dass Rennfahren ein Risiko ist. Es war schon immer ein unglaublich gefährlicher Sport und wird es auch immer bleiben.

Und ähnlich wie bei Skirennen gehen wir auch im Leben Risiken ein. Wir träumen. Wir lieben. Wir springen. Und manchmal fallen wir. Manchmal wird unser Herz gebrochen. Manchmal erreichen wir die Träume nicht, von denen wir wissen, dass wir sie erreichen könnten. Aber das ist auch das Schöne am Leben: Wir können es versuchen.

Ich habe es versucht. Ich habe geträumt. Ich bin gesprungen.

Ich hoffe, wenn ihr etwas aus meiner Reise mitnehmt, dann ist es, dass ihr alle den Mut habt, Großes zu wagen. Das Leben ist zu kurz, um keine Risiken einzugehen. Denn das einzige Versagen im Leben ist, es nicht zu versuchen.

❤️LV"

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