Johaug siegt nach Sperre - Stadlober Top 15

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Therese Johaug ist am Sonntag fulminant in den Langlauf-Weltcup zurückgekehrt. Die Norwegerin, die wegen Dopings für 18 Monate gesperrt war, gewinnt beim Saison-Auftakt in Ruka die 10 km klassisch.

Johaug siegt in 28:02,5 Minuten überlegen vor Charlotte Kalla (+22,5 Sek.) und deren schwedischer Landsfrau Ebba Andersson (+32,8). Österreichs Aushängeschild Teresa Stadlober wird Zwölfte (+1:36,9).

Die Olympia-Siebente von Pyeongchang (Skiathlon) liegt bis Kilometer 4,4 um Platz elf, verliert dann aber auf den nächsten 1,1 Kilometern an Boden. Von der letzten Zwischenzeit bis ins Ziel verbessert sich Stadlober aber noch vom 14. auf den zwölften Platz.

Stadlober von Rückstand überrascht

"Die Verhältnisse waren nicht ganz so schnell wie gestern, darum ist der zwölfte Platz okay", meint die ÖSV-Athletin, die ihren Formaufbau ja ganz in Richtung Heim-WM in Seefeld ausrichtet.

Der Rückstand auf die Spitze gefällt ihr allerdings nicht. "Der ist schon sehr groß. Ich hätte mir schon gedacht, dass ich nicht so weit hinten bin. Da heißt es daran arbeiten", sagt Stadlober im ORF-Interview. Allerdings sei es sehr schwierig zum Wachseln gewesen, auch weil es auf der Strecke sehr unterschiedliche Bedingungen gegeben habe.

"Jetzt weiß ich, wo ich stehe", resümiert Österreichs Medaillenhoffnung für Seefeld. "Ich bin zuversichtlich für die nächsten Rennen."

Johaugs Traum wird wahr

Die 30-jährige Johaug zeigt sich nach dem Sieg überglücklich: "Es war ein wirklich gutes Rennen. Ich kann gar nicht glauben, dass ich diese Saison mit einem Sieg gestartet habe. Es war mein Traum, gleich beim ersten Rennen zu gewinnen, und der ist wahr geworden."

Eine Lippencreme gegen Sonnenbrand, deren Inhaltsstoff Klostebol auf der Dopingliste steht, hatte der siebenfachen Weltmeisterin die vergangenen zwei Saisonen gekostet. Doch sie kam bärenstark zurück: Nur die Top 6 blieben innerhalb von einer Minute Rückstand.

Doppelschlag für Bolshunov

Bei den Herren feiert Alexander Bolshunov zum Saisonauftakt in Ruka einen Doppelsieg. Der 21-jährige Russe gewinnt am Sonntag das erste Distanzrennen, nachdem er bereits tags zuvor den Klassik-Sprint für sich entschieden hatte.

Über 15 km in der klassischen Technik siegt er in 36:17,8 Minuten 19,5 Sekunden vor dem Norweger Emil Iversen. Dritter wird der Schwede Calle Halfvarsson (21,2).

Österreich war bei den Herren zum Auftakt noch nicht vertreten. Auch der Schweizer Olympiasieger Dario Cologna hat auf den Start am Polarkreis verzichtet.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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