Es gibt einige Dinge, die wir noch verbessern können.
Österreich gelang ein Traumstart, nach 10 Spielminuten lag das ÖEHV-Team mit 3:0 voran. Danach riss der Spielfluss, die Briten wurden mit Eigenfehlern wieder zum Leben erweckt. Die Folge war ein Doppelschlag vor der ersten Pausensirene.
"Natürlich war nicht alles perfekt", meinte Schneider. "Es gibt einige Dinge, die wir noch verbessern können."
Defensive birgt noch Potenzial
Dazu zählt die defensive Stabilität, die in manchen Phasen nicht gegeben war.
"Wir müssen hinten kompakt stehen, wenn wir eine Chance haben wollen", wusste Schneider. "Da müssen wir nahezu perfekt sein, damit wir erfolgreich sind. Daran kann man immer arbeiten."
Der Knackpunkt der Partie war das 4:2, erzielt vom Captain nach einem schönen Solo. Der Plan bei der 2-auf-1-Situation war eigentlich ein anderer, verriet er. "Ich wollte passen, aber 'Nissi' (Benjamin Nissner, Anm.) hat geschrien: 'Schieß!' Danach war die Entscheidung klar."
Voller Lob für die WM-Debütanten
Mit dem 5:2 von WM-Debütant Leon Wallner wurde der Deckel drauf gemacht.
Schneider war voll des Lobes für die vierte Linie, die mit Tim Harnisch und Leon Kolarik zwei weitere Neulinge beinhaltet hat. "Eine Wahnsinns-Leistung, das habe ich ihnen auch gesagt."
Er erläutert: "Nicht nur, weil sie ein Tor geschossen haben, sondern wie sie gespielt haben. Sie haben hart gekämpft, sind Checks fertig gefahren. Sie haben verstanden, dass man bei einer WM einfach spielen muss, wenn man Erfolg haben will."
Warnung vor Übermut
Der erste Teil des Start-Doppels wurde damit erfolgreich absolviert, am Sonntag könnte gegen Ungarn (16:20 Uhr im LIVE-Ticker >>>) mit einem weiteren Sieg der Verbleib in der Top-Division praktisch gesichert werden.
Die Frage, ob der Triumph einen "Riesen-Boost" für den weiteren Turnierverlauf darstelle, bejahte Schneider. Der Doppelpacker warnte gleichzeitig aber vor Übermut:
"Genauso wie man sich von schlechten Leistungen nicht runterdrücken darf, darf man auch nach einer guten Leistung nicht glauben, dass die Dinge jetzt automatisch für uns laufen werden. Man muss den Kopf wieder neu einstellen und seine Arbeit leisten."
Dann hat die ÖEHV-Auswahl erneut gute Karten, nach Spielende mit der österreichischen Hymne belohnt zu werden.